1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Lambert vermutet Flughafen-Pokerspiel

Lambert vermutet Flughafen-Pokerspiel

Zweibrücken. Der Zweibrücker Alt-Oberbürgermeister und Ex-Flughafengeschäftsführer Jürgen Lambert sieht zwar keine Alternative zu einer Kooperation der Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken. Vor dem Regierungswechsel habe man ja auch schon "vernünftige Verhandlungsergebnisse" gehabt, erinnert Lambert auf Merkur-Anfrage

Zweibrücken. Der Zweibrücker Alt-Oberbürgermeister und Ex-Flughafengeschäftsführer Jürgen Lambert sieht zwar keine Alternative zu einer Kooperation der Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken. Vor dem Regierungswechsel habe man ja auch schon "vernünftige Verhandlungsergebnisse" gehabt, erinnert Lambert auf Merkur-Anfrage. Dass das Saarland die Kooperationsgespräche aber zuletzt verzögert hat und vergangene Woche sogar neue Investitionen am Airport Ensheim (Hotel und neues Parkhaus) angekündigt hat, wecke aber "natürlich auch Zweifel, ob die saarländische Seite wirklich bereit ist, die erreichten Ergebnisse zu akzeptieren oder neue Alternativlösungen zu finden". Wobei er politisch keine Alternative zu "einer Flughafengesellschaft mit zwei Standorten" sehe. Entscheidend finde er aber, dass sich die Politik aus der Geschäftspolitik dann weitgehend heraushält und "die Kunden entscheiden lässt, wo die größte Aussicht auf Erfolg beim Luftverkehr besteht".Wie groß sieht Lambert die Chancen, dass es doch noch zu einer Vernunft-Lösung kommt? "Da traue ich mir kein Urteil zu - es steht auf Messers Schneide!" Und soll Rheinland-Pfalz trotz der Investitions-Ankündigungen der Saar-Regierung in Ensheim weiter mit dem Saarland verhandeln? "Natürlich, natürlich", antwortet Lambert. Denn er hoffe, dass die jüngsten Äußerungen von der Saar "vielleicht auch ein Pokerspiel sind, um sich möglichst teuer verkaufen zu können".lf

Foto: pma