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Kunstwerke zieren Wasserbehälter

Kunstwerke zieren Wasserbehälter

Zweibrücken. Klaus Hecht hat keineswegs etwas gegen Kunst. Höchstens dann, wenn Bäume für diese weichen müssen. Der Merkur-Leser aus Zweibrücken war dieser Tage auf dem Galgenberg spazieren und blieb verdutzt vor dem Wasserbehälter der Stadtwerke stehen. "Das Gebäude wird von mehreren Figuren geziert", so Hecht. "Dagegen ist auch gar nichts zu sagen

Zweibrücken. Klaus Hecht hat keineswegs etwas gegen Kunst. Höchstens dann, wenn Bäume für diese weichen müssen. Der Merkur-Leser aus Zweibrücken war dieser Tage auf dem Galgenberg spazieren und blieb verdutzt vor dem Wasserbehälter der Stadtwerke stehen. "Das Gebäude wird von mehreren Figuren geziert", so Hecht. "Dagegen ist auch gar nichts zu sagen. Ganz im Gegenteil: Es handelt es sich dabei um sehr schöne Kunstwerke. Alleine, mich stört, dass sechs Bäume, die vor dem Wasserbehälter standen, offenbar im gleichen Atemzug gefällt worden sind." Hecht argwöhnt, dass diese Bäume, die vor dem Zaun standen, deshalb weichen mussten, "weil sie die Sicht auf die neuen Kunstwerke behinderten". Das sei aus zwei Gründen nicht in Ordnung. "Erstens konnte man das Gebäude auch so noch gut betrachten. Und zweitens waren die Bäume meiner Meinung nach gesund." Stadtwerke-Chef Werner Brennemann nennt die Hintergründe der Kunstaktion: "Das Dach des Wasserbehälters musste saniert werden, es regnete zum Teil hinein. Im Rahmen dieser Sanierungsaktion entschlossen wir uns, das Gebäude mit Figuren, die die Stadt Zweibrücken symbolisieren, zu verzieren." Die Arbeiten seien kurz vor Ende Dezember abgeschlossen worden. Das Pferd stehe für das Gestüt, die Rose für den Rosengarten, das tanzende Paar sei eine Hommage an die Festhalle, das Flugzeug mache deutlich, dass Zweibrückens Flughafen die Stadt beflügele. Brennemann weiter: "Der Wasserbehälter wird regelmäßig von Schulklassen besucht, dort finden Führungen statt. Mit dieser Kunst wird das Gebäude aufgewertet, es erfreut die Passanten. Nachts wird der Bau angestrahlt und ist weithin sichtbar." Und was war mit den Bäumen? "Die waren mitnichten gesund, sie waren krank, faul, mussten gefällt werden. Das hat mit der Kunstaktion überhaupt nichts zu tun", unterstreicht Brennemann.