„Kunst ist, was gefällt“

Viele Besucher kamen am vergangenen Freitag zur neuen Ausstellung der Künstlergruppe Prisma in der Lammstraße. Sie trägt den Titel „Belichtung“. Umrahmt wurde die Vernissage von der Sängerin Eve.

Jedes Vierteljahr gibt es in der Galerie Prisma in der Lammstraße 6 etwas Neues zu sehen, zu bestaunen, zu begutachten und letzten Endes auch zu kaufen. Zur Künstlergruppe gehören Artur Mann, Bärbel Grub-Hapke, Peter Hudlet, Betina Knerr und Klaus Wingerter. Gastkünstler zurzeit sind Annelie Koob und Peter Limbach, der schreibt: "Kunst ist, was gefällt" und daran halte er sich. Ein verblüffender Satz.

Er arbeitet mit der Kamera, bearbeitet die Fotos am Computer "bei lauter Musik", die in seine Arbeiten mit einfließe. Das Foto bildet er dann auf Leinwand ab. So entstehen Werke, die zu fließen scheinen, jedenfalls in Bewegung zu sein scheinen. Das Motiv ist nur noch im Ansatz zu sehen oder auch gar nicht. Sehr farbig das Ganze, eher abgerundete Formen. Als Foto ist das entstandene Werk nicht mehr zu definieren. So steckt in der Fertigung ein kleines Geheimnis, das nicht verraten wird. Während der Vernissage singt dazu Eve aus Nigeria mit Leidenschaft in der Stimme. Plötzlich meint der Zuhörer, bunte Urwaldpfade auf den Fotografien zu erkennen, Schlangenhautmuster oder Sandverwehungen. Die Bilder sind mehrdeutig und machen neugierig.

Annelie Koob schafft Skulpturen, den nackten menschlichen Körper, in seiner Schönheit, Verletzlichkeit, schamhaft und entrückt, in sich ruhend und doch immer wieder auch begehrlich. Manchmal eckig und kantig wie nach erlittenem Schmerz, dann wieder in Harmonie.

Katja Fries aus Blieskastel und Ingrid Kaufmann aus Saarbrücken sind zum ersten Mal hier und begeistert. "Wir gehören zu einer Künstlergruppe in Blieskastel. Wir sind total erstaunt, dass es hier eine solch schöne und geräumige Galerie gibt. Wir kommen sicher wieder"!

Und die Künstler von Prisma? Sie sind immer unterwegs in ihrer Kunst. "Belichtung" heißt die Ausstellung, die Künstler belichten die Welt neu, sie sind wie die Dinge selbst in Bewegung. Wie ein Baum immer weiter wächst und weiter, so auch die Kunst, aus Knospen werden Blüten, die wieder anderes in Bewegung setzen, eine unendliche Reihe, der die Kunst auf den Fersen ist, manchmal sogar vorauseilt.