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Kritik an Plan für Neubaugebiet Christian-Schwarz-Straße in Zweibrücken

Fünf neue Einfamilienhäuser in Zweibrücker Christian-Schwarz-Straße geplant – aber drei Stellflächen weniger als heute : Verschärft Neubaugebiet Parkplatznot?

Fünf neue Häuser sind in der Zweibrücker Christian-Schwarz-Straße geplant. Obwohl dadurch mehr Verkehr kommt, drohen drei Auto-Stellflächen de facto verloren zu gehen.

Das geplante kleine Neubaugebiet an der Christian-Schwarz-Straße sorgt bei Nachbarn für Beunruhigung. Das allein ist zwar nicht überraschend – schließlich hat fast jeder lieber eine größere Grünfläche neben sich als ein weiteres Haus, sodass gesellschaftlich und städtebaulich sinnvolles Füllen von Baulücken bei Nachbarn meist auf wenig Gegenliebe stößt. In diesem Fall allerdings haben bisherige Bewohner der Straße am Fuß des Fasaneriebergs auch eine ganz konkrete Sorge: Laut dem vom Stadtrat beschlossenen Bebauungsplan-Entwurf (wir berichteten) sollen öffentliche Parkplätze für drei Autos wegfallen, weil die vor den Garagen künftiger Nachbarhäuser stehen.

Anwohner Alexander Moosmann berichte in einem Telefonat mit dem Merkur, dass deshalb viele Nachbarn verärgert sind. Denn schon heute seien Parkplätze in der kleinen Straße nicht nur knapp, sondern oft sogar zu knapp, auch weil es hier erfreulicherweise einige kleine Betriebe gebe.

Insbesondere viele Besucher des unmittelbar benachbarten, beliebten Gasthaus „Bären“ wichen zum Parken öfters in die Christian-Schwarz-Straße aus, manchmal würden dabei sogar Garagen zugeparkt, so wenig freie Parkplätze gebe es. Wenn künftig noch Autos von Besuchern der fünf neuen Einfamilienhäuser hinzukämen – und drei Stellflächen entfielen – werde diese Situation deutlich verschärft, befürchtet Moosmann.

Zwar sieht der Bebauungsplan-Entwurf drei Ersatz-Stellflächen an der Ecke Christian-Schwarz-Straße/Fasaneriestraße vor. Das bringe aber nur auf dem Papier etwas, nicht in der Realität, erklärt Moosmann: Denn der große unbefestigte Platz, wo diese drei Stellflächen im Plan eingezeichnet sind, werde de facto schon jetzt als Parkplatz genutzt.

Moosmann betont, er sein nicht grundsätzlich gegen das kleine Neubaugebiet und es sei auch gut, dass es einen Investor gebe: „Aber es muss mehr auf die Belange der Nachbarn Rücksicht genommen werden!“

Irritiert seien die Nachbarn auch, weil zunächst nur von vier neuen Häusern die Rede war. Noch in den Sitzungsunterlagen für den Stadtrat, der Anfang November das beschleunigte Bebauungsplanverfahren eingeleitet hatte, war von vier Häusern die Rede, Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) erwähnte in der Sitzung, dass dies auf Wunsch des Investors auf fünf Häuser geändert werde. Bei „nur“ vier Häusern müssten keine Parkplätze verloren gehen, weil genug Platz für eine andere Zufahrt wäre, argumentiert Moosmann.