Kreuzberghalle bleibt zu

Die Kreuzberg-Sporthalle ist unabhängig von der Frage der Standsicherheit in einem energetisch unhaltbaren Zustand. Deshalb wäre eine Generalsanierung notwendig. Die ist derzeit nicht machbar.

Zweibrücken. Die Sporthalle auf dem Kreuzberg wird nicht weiter auf ihre Sicherheit untersucht. „Es macht keinen Sinn, in eine bautechnisch und energetisch desolate Halle Geld für eine Untersuchung zu stecken“, erklärte Bürgermeister Heinz Heller in einem Pressegespräch. Der Hauptausschuss hatte sich dieser Auffassung angeschlossen.

Bei der regelmäßigen Überprüfung der Standsicherheit waren Zweifel an der Sicherheit der Spannbetonbinder des Daches aufgekommen und die Halle wurde Anfang November geschlossen (wir berichteten). Damals war eine weitergehende Untersuchung angedacht worden. „Diese Untersuchung kostet rund 135 000 Euro“, sagte Heller. Den Löwenanteil, 100 000 Euro, mache der Aufbau der Gerüste, das Öffnen und Schließen der Decke aus.

Selbst wenn bei der Untersuchung festgestellt worden wäre, dass das Dach noch sicher ist, hätte es saniert werden müssen. Kostenschätzung: 100 000 Euro. Damit wäre das Gebäude energetisch immer noch nicht in einem der Zeit entsprechenden Zustand.

Eine Generalsanierung kostet nach Schätzung des Bauamts zwischen 2,5 und drei Millionen Euro. Heller wies darauf hin, dass in der Kreuzberghalle jährlich 30 000 Euro für Gas, Strom, Wasser anfielen. Die doppelt so große Friedrich-von-Schiller-Hauptschule mit der Turnhalle hat Energiekosten in Höhe von 32 000 Euro.

„Das Sportamt ist nicht begeistert, dass wir die Halle aufgeben“, sagte der Beigeordnete Rolf Franzen. Das Sportamt hätte die Halle, „ein Erbe der Konversion“, gerne noch länger genutzt. Eine Generalsanierung sei nicht angedacht gewesen. Aber im Moment sei ein zweites Großprojekt in Zweibrücken neben dem Westpfalzstadion nicht möglich.

Die Aufgabe der Halle – über einen Abriss wird noch beraten – treffe vor allem die Skaterhockeyer der VT Zweibrücken (wir berichteten), bedauerte Franzen. „Aber wir versuchen, dem Verein zu helfen.“ Die Jugendfußballer seien in anderen Hallen untergekommen. Probleme hätten noch die AH-Mannschaften und die Hobbysportler. Die Halle ist im Winter 39 Stunden, im Sommer 23 Stunden belegt. Sechs Stunden dabei von der Fachhochschule.