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Tote Saatkrähen: Kreisverwaltung: Eine Krähe starb an Pilzinfektion

Tote Saatkrähen : Kreisverwaltung: Eine Krähe starb an Pilzinfektion

Ergebnisse von vier anderen stehen allerdings noch aus. Bei ihnen wird konkret auf Vergiftung untersucht

Eine Teilanalyse ist da, aber die Verwirrung bleibt. So kann man das zusammenfassen, was Landkreissprecher Thorsten Höh als Zwischenstand in Sachen toter Saatkrähen gestern geliefert hat. Die Kreisveterinäre hatten fünf verendete Jungvögel an das Landesuntersuchungsamt Koblenz geschickt. Eines der Tiere sei an einer Pilzinfektion im Lungengewebe gestorben, berichtet Höh: „Ein Fremdverschulden können wir dabei ausschließen.“ Die Infektion habe man nach der Sektion des Tieres und einer bakteriologischen Untersuchung als Todesursache benennen können.

Nicht so klar verhalte es sich bei den anderen vier Tieren. Daher wurden Proben aus verschiedenen Organen jetzt zur toxikologischen Untersuchung eingeschickt, so Höh weiter. Die Ergebnisse sollen Anfang nächster Woche vorliegen. Bereits eine frühere zeitliche Einschätzung der Untersuchungsdauer konnte das Amt nicht halten. Demnach hätten die Ergebnisse schon Ende letzter Woche vollständig vorliegen sollen. „Das Labor ist stark belastet“, berichtet Höh über die Verzögerungsgründe.

Sollte sich auch bei den vier weiteren Krähen eine natürliche Todesursache ergeben, stünde das in deutlichem Gegensatz zum Analyseergebnis, das im Auftrag der Wildvogelrettung durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe ermittelt worden war. Laut den Tierschützern war bei den von ihnen eingeschickten Tieren eine Art Rattengift als Todesursache festgestellt worden – die Tiere seien demnach innerlich verblutet. Allerdings wurde dies auch erst bei einer zweiten, toxikologischen Untersuchung in München festgestellt.