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Kreisverband Südwestpfalz der Landfrauen

Kreisverband Südwestpfalz der Landfrauen : Vernetzung der Generationen ist ein Anliegen

Mit einem positiven Jahresrückblick und einem spannenden Ausblick für 2020 sieht Beate Schnur den Kreisverband Südwestpfalz der Landfrauen gut auf­gestellt. Beim traditionellen Neujahrs­frühstück erfuhren sie von Michael Miersch Wissenswertes über Baumkommunikation und Heilwirkung des Waldes.

„Der Wald ist unser Zuhause!“ Bevor der Wald-Coach Michael Miersch aus Clausen den rund 60 interessierten Landfrauen im Weselberger Gasthaus „Lenche“ die positiven Wirkungen des Waldbadens nahebrachte, ließ Beate Schnur das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren. „Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr zurück und ein hoffnungsvolles Jahr steht vor uns“, sagte die Vorsitzende des Kreisverbands Südwestpfalz. Viele Aktionen, interessante Veranstaltungen und bereichernde Begegnungen, vor allem jedoch die Gründung von drei neuen Ortsvereinen (Rimschweiler, Großsteinhausen und Heltersberg) zählten zu den Höhepunkten in 2019.

Für 2020 stehen mit dem Thema „Streuobstwiesen“ und „Plastikvermeidung“ zwei ganz wichtige Aspekte für die Lebensqualität und den Beitrag zu Natur- und Umweltschutz in der Region auf der Agenda. Außerdem wollen sich die aktiven Landfrauen, die 2019 mehr als 20 000 Unterschriften für den Erhalt der Gynäkologie auf dem Land sammelten und damit in Mainz auf die Straßen gingen, auch in diesem Jahr für den Erhalt der flächendeckenden Gesundheitsversorgung einsetzen, etwa die Hebammen stärken.

Unter dem Motto „Wandel erleben – Wandel steuern“ steht die Vernetzung der Generationen und die Nachwuchs-Gewinnung über die „Jungen Landfrauen“ im Mittelpunkt. „Es ist überlebensnotwendig, Gemeinsamkeiten in den einzelnen Gemeinden vor Ort zu schaffen und die junge Generation zu integrieren, um die Zukunftsfähigkeit der LandFrauen zu stärken“, betonte Beate Schnur.

Ein Weg dazu ist die Fortbildung „Soziale Medien“, die der rheinland-pfälzische Landesverband am Samstag, 21. März, anbietet. Es sei immer wieder faszinierend, welche Persönlichkeiten und Talente in den einzelnen Vereinen aktiv seien. Die Kreisvorsitzende ist sich sicher: „Damit sind wir gut gerüstet für 2020.“ Mit dem chinesischen Sprichwort „Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen“, forderte sie auf: „Lasst uns zahlreiche Windmühlen setzen!“

Kein Wandel, sondern eine Rückbesinnung auf das, was unsere Vorfahren bereits intuitiv wussten und was wissenschaftlich erwiesen ist, ist die heilende Wirkung des Waldes auf uns Menschen. „Auch wir stecken in dieser Zeitrechnung drin, wir haben es nur vergessen“, erklärte Michael Miersch im Zusammenhang mit der erstaunlichen Erkenntnis, dass die Bäume ihre Knospen abgestimmt auf bestimmte Mond-Planeten-Konstellationen austreiben. Jede Baumart korrespondiert dabei mit ihrem eigenen Planeten.

Kopfnicken und Erstaunen begleiteten seine Ausführungen zu der Hunderte von Kilometern weiten Baum-Kommunikation. Fasziniert bestätigten die Frauen, dass Pflanzen besser wachsen, wenn man beim Gießen mit ihnen spricht und sich liebevoll um sie kümmert. Sie lernten: Pflanzen haben Gefühle und können sogar die Gefühle „ihres“ Menschen erkennen.

Ebenso wissenschaftlich erwiesen ist die positive Auswirkung von Bäumen und Wald auf unsere Gesundheit, weshalb Michael Miersch Bilder von herrlichen Wäldern und Pflanzen in unseren Krankenhäusern vermisst. Wälder regulieren übrigens auch das Klima: In jedem Laubwald ist die Temperatur 15 Grad niedriger als auf Äckern, Wiesen oder Straßen, in jedem Nadelwald immerhin um zehn Grad. Deshalb hält der Waldcoach Bäume pflanzen für einen wirkungsvolleren Weg, die Erderwärmung zu vermeiden, als den Blick auf CO2. Stattdessen werden weltweit weiter Wälder abgeholzt.

www.landfrauen-pfalz.de