Kreisel löst mehrere Probleme

Der Bau eines Verkehrskreisels an der unfallträchtigen Kreuzung der Bundesstraße 424 mit der Landesstraße 465 zwischen Ixheim, Rimschweiler und Mittelbach soll 2,1 bis 2,2 Millionen Euro kosten.

"Dort kommt einiges zusammen", kennzeichnete Peter Szupiluk von Landesbetrieb Mobilität (LBM) die Verkehrssituation am Ixheimer Nagelwerk. Mit einem Kreisverkehr bei dem die Auf- und Abfahrten der Autobahnanschlussstelle Ixheim, die Bundesstraße 424 nach Rimschweiler und die Landesstraße 465 zusammengefasst werden, werde die Lage verbessert. Den Bereich passieren täglich rund 11 900 Fahrzeuge. Dagegen erhob sich kein Widerspruch am Mittwochabend im Stadtrat. Zumal das Projekt in der Stadt schon lange "auf der Agenda" stehe, wie Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD ) sagte. Der Mittelbacher Ortsvorsteher Kurt Dettweiler (FWG) und Stadträtin Elisabeth Metzger (CDU ) aus Rimschweiler erwähnten, dass sich die Einwohner der Stadtteile Mittelbach und Rimschweiler besonders freuten. "Es kommt wieder Schwung in den Kreisel", strahlte Dettweiler.

LBM-Mitarbeiter Szupiluk sagte, dass es in den Jahren in dem Bereich mit zahlreichen Einmündungen in die B 424 zwischen 2002 und 2007 zahlreiche Unfälle mit Verletzten gegeben habe. Die Brücke über den Hornbach im Verlauf der L 465 sein mit sechs Metern Breite "sehr schmal" für Laster. Auch für die Fußgänger und Radfahrer sei die Brücke ein Engpass. Dazu sei die Brücke sanierungsbedürftig. Der Radweg von Rimschweiler nach Mittelbach sei bei der Einmündung der L 465 sehr eng und schlecht einsehbar. Und der Mitfahrerparkplatz auf der linken Seite stadtauswärts muss über die Colmarstraße angefahren werden, was die Anwohner belastet. Nach dem Plan soll dort ein fünfarmiger Kreisel mit einem Durchmesser von 50 Metern und einer Fahrbahnbreite von sechs Metern entstehen.

Nach der Einschätzung des LBM kann der Kreisverkehr die Spitzenbelastung von 1600 Fahrzeugen in der Stunde problemlos aufnehmen. Die L 465 wird ab der Brücke verlegt und direkt an den Kreisel angeschlossen. Die bestehende Straße dient lediglich noch als Zufahrt ins WDI-Werksgelände. Der Geh- und Radweg wird mit Überquerungshilfen um den Kreisel angelegt.

Die Baukosten bezifferte Szupiluk auf zwischen 2,1 und 2,2 Millionen Euro . Er rechnet mit einer Bauzeit von 18 bis 20 Monaten. Mit dem Bau soll nach Vorliegen von Baurecht "zeitnah" begonnen werden. Dabei soll teilweise im laufenden Betrieb gebaut werden.