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Krähenberg im Porträt bei hierzuland

„Hierzuland“ : Krähenberg kommt ins Fernsehen

Ein Team des SWR hat im Dorf für ein Ortsporträt gedreht.

Gute Dorf-Atmosphäre, offene Bürger, die Kleinsten bereits ehrenamtlich mit dem Altglas-Express unterwegs: Wenn am 24. Juni abends um 18.45 Uhr in der SWR-Landesschau Redakteur Bernd Schwab den kleinen Ort Krähenberg auf der Sickingerhöhe vorstellt, werden sich viele Fernsehzuschauer anschließend sagen: Da müssen wir auch mal hin. Mit Kameramann, Tontechniker und Assistenten ist das Aufnahmeteam für zwei Tage in Krähenberg Gast gewesen und schaute sich dort um.

Beim „Kehraus“ im Dorfgemeinschaftshaus, das inzwischen als „Wohnzimmer der Bürger“ bestens herausgeputzt ist und im Innern wie mit dem äußeren Erscheinungsbild auf die filmenden Gäste großen Eindruck machte, waren alle von der herzlichen Aufnahme an den beiden Drehtagen begeistert. „So is das halt bei uns in Krähberch – Natur pur unn herzlich wie mer sinn“, stellte ein in allen Belangen zufriedener Ortsbsürgermeister Thomas Martin lakonisch fest.

Vor gut einem Jahrzehnt ist die 180 Einwohnerseelen zählende Ortschaft, einst stark bäuerlich geprägt, schon einmal Drehort für das SWR-Fernsehteam gewesen. Gleichfalls für einen Ortsporträt-Beitrag in der Sendung „Hierzuland“. Die Veränderungen wurden auch Redakteur Bernd Schwab bei den Rundgängen bewusst. Den Altglas-Express beispielsweise gab es damals noch nicht und darauf, dass die Einwohnerzahl im letzten Jahrzehnt doch augenfällig stieg, gab es auf den ersten Blick auch keinen Hinweis. Ortsbürgermeister Thomas Martin: „Von 145 sind wir auf nunmehr 180 gestiegen!“

Dorfidylle ist auch ein Punkt, den der erste Bürger des Ortes unwidersprochen hinnimmt. Denn dieser dörflichen Idylle wegen kommen selbst junge Familien als Neubürger auf die Sickingerhöhe, wie das Beispiel des Ehepaares Mira und Sven Klee zeigt, die nunmehr als Lebensmittelpunkt Krähenberg wählten. Am Beispiel des jungen Maschinenbauingenieurs, der sich mit seiner Familie jetzt in Krähenberg den Familientraum eines alten, landwirtschaftlichen Anwesen erfüllen konnte und sich auf der Sickingerhöhe wohlfühlt, räumt Thomas Martin auch mit der Vorstellung von einer „abgelegenen Ortschaft“ auf. „Zu den benachbarten Städten Homburg, Pirmasens und Zweibrücken fahren wir höchstens 20 Minuten. Krähenberg liegt zentral, muss ich feststellen!“

Im „Wohnzimmer“ des Ortes wird auch eine Nachbildung jenes Gegenstandes aufbewahrt, welcher den Ort vor mehr als 150 Jahren in den Mittelpunkt eines großen Interesses rückte: des 16 Kilogramm schweren Meteoriten, der auf einem Krähenberger Acker niedergegangen war. Es geschah am Abend des 5. Mai 1869 und der Knall soll so laut gewesen sein, dass dieser noch im 100 Kilometer entfernten Ludwigshafen vernehmbar gewesen ist. Im Ortswappen ist dieser Meteorit Bestandteil, fälschlicherweise allerdings, das räumt der Ortsbürgermeister ein, mit einem Kometenschweif. Der Meteorit so wie in Krähenberg niedergegangen und gefunden, hat übrigens im pfälzischen Naturkundemuseum in Bad Dürkheim einen Platz gefunden.

Den Wandel vom stark bäuerlich geprägten Ort hin zur Wohngemeinde mit reichlich Lebensqualität konnte das Fernsehteam auf Schritt und Tritt an vielen kleinen Beispielen selbst feststellen. Der Besuch beim erfolgreichen Restaurator für Porsche-Traktoren, trefflich „Rotnasen“ genannt, durfte dabei nicht fehlen. Auch der Besuch dort wird im fünfminütigen Beitrag des Ortsportraits von Krähenberg bei der Sendung „Hierzuland“ zu sehen sein.