Kneippverein Zweibrücken : Den Wald als Gesundbrunnen entdecken

Auf Einladung des Kneippvereins Zweibrücken faszinierte der Wald-Coach Michael Miersch mit erstaunlichen Informationen rund um Bäume und Wald.

„Der Wald ist ein phantastischer Arzt und wir haben Glück, dass wir in einer so waldreichen Gegend wohnen“, erklärte Michael Miersch. In seinem Vortrag über „Waldbaden gegen Frühjahrsmüdigkeit“ auf Einladung des Kneippvereins Zweibrücken erfuhren in einem Schulungsraum des Nardini Klinikums 20 Interessierte schier Unglaubliches über den Wald, wie Bäume sich entwickeln, wie sie miteinander und auch mit dem Menschen kommunizieren und vor allem, was für eine wertvolle energetische Tankstelle der Wald für uns ist. „Und das vollkommen kostenfrei und ohne Nebenwirkungen“, erinnerte der Maschinenbauingenieur aus dem südwestpfälzischen Clausen, der seit vielen Jahren als Wald-Coach und Trainer unterwegs ist, als eine „Brücke zwischen dem modernen Menschen und der Natur“.

Allerdings seien lediglich fünf Prozent des Waldes in Rheinland-Pfalz noch reine Natur. Hier, etwa bei Johanniskreuz, dürfe sich der Wald in einem abgesteckten Gebiet frei entwickeln, ohne dass der Mensch seine Finger im Spiel habe. Während Bilder vom Wald in einem Krankenhaus nachweislich die Heilung fördern, erschreckte der Waldpädagoge die Teinehmer mit dem Bild von einer holzwirtschaftlichen Rodung regelrecht. Schwere Maschinen ernten Bäume in einer zehn Meter breiten Schneise. Er fragte: „Was glaubt ihr, wie lange es braucht, bis der Wald sich wieder erholt hat?“ Die schockierende Antwort: „Nein, keine Generationen. Durch die enorme Bodenverdichtung erholt sich diese Waldfläche nie mehr!“ Das bedeute, dass wir unseren Lebensraum nachhaltig zerstören.

„Der Wald schenkt uns Sauerstoff und reinigt unsere Luft. Ohne frische, saubere Luft können wir nicht existieren.“ Naturschutz bedeute: „Finger weg und die Natur sich selbst überlassen!“

Seit 1982 hat das Ministerium für Landwirtschaft in Japan die positive Wirkung von „Shinrin Yoku“, zu Deutsch „Waldbaden“, entdeckt. „Wenn wir eintauchen in die heilende Umgebung des Waldes, reinigen wir dabei unseren feinstofflichen Körper, nämlich Geist und Seele“, weiß das 44-jährige Mitglied im Naturheilverein Südwestpfalz aus eigener Erfahrung. Regelmäßige Kurzbesuche im Wald erhöhen die Menge der Killerzellen, unsere Immunabwehr, dauerhaft. Er erklärt: „Wenn wir in den Wald gehen, ist das kein Kilometermarsch, sondern ein achtsames sich Verbinden mit der Natur: hören, riechen, schmecken und fühlen, sowohl mit dem Körper als auch mit dem Herzen.“ Dies wirke Wunder gegen Frühjahrsmüdigkeit nach dem langen Winter und auch im Winter selbst.

Der Einstieg in das Waldbaden liegt darin, sich bewusst zu werden, den Wald mit Händen und Füßen zu fühlen, einen Baum zu umarmen, die Energie des Wald wahr- und aufzunehmen. Intensivieren lässt sich diese Begegnung mit dem Wald durch Meditieren zwischen den Bäumen und Felsen. In einer Meditation lud Michael Miersch die Teilnehmer ein, sich mit einem Baum zu verbinden und mit ihm zu kommunizieren. Die meisten waren begeistert von der Wärme und der Energie, die sie spüren konnten.

Dazu berichtete der Wald-Coach von wissenschaftlichen Experimenten mit Pflanzen, die auf Kilometer weite Entfernung nachweislich auf „ihren“ Menschen reagieren und Störenfriede ihrer Artgenossen sofort identifizieren, ohne sie je zuvor gesehen zu haben. Miersch erinnert: „Wir dürfen uns wieder bewusst werden: Der Wald ist unser Zuhause. Alles wächst dort auf wundersame Weise und wir Menschen befinden uns mittendrin in einem Versorgungsmechanismus. Die Steine nähren die Pflanze und diese wiederum Mensch und Tier.“ Die Mineralien aus den Steinen sind für den menschlichen Körper erst verwertbar, wenn sie von den Pflanzen umgesetzt wurden. „Die Mineralien in dem angeblich so gesunden, künstlich mit Mineralien versetzten Mineralwasser werden genauso wieder ausgeschieden, wie sie aufgenommen wurden.“ Das beste Wasser sei reines Quellwasser.

www.kneippverein-zweibruecken.de; www.waldeffekt.com