Kling, Glöckchen, klingeling

Der Organisator des Zweibrücker Weihnachtsmarkts, Heiko Saberatzky, hatte zur Eröffnung eine Überraschung angekündigt: Das Glockenspiel an der Fruchtmarktstraße erklang erstmals wieder seit 38 Jahren.

Erst lauschten die Besucher des Zweibrücker Weihnachtsmarkts den Klängen des Glockenspiels. Dann spendeten sie Beifall. "Damit sind wir um etwas reicher, was andere Städte nicht haben", freute sich Zweibrückens Oberbürgermeister Kurt Pirmann über die vom Markt-Organisator Heiko Saberatzky angekündigte Überraschung.

"Das ist richtig schön, dass das Glockenspiel wieder klingt", meinte Ingrid Weinberg, die wie Dutzende Leute vom Alexanderplatz einen Abstecher an die Fruchtmarktstraße machte, um die Glocken zu bewundern. "Früher habe ich auch schon immer gedacht, dass sich die Glocken bewegen müssen." Auch Jürgen Jahn beschlichen bei den Klängen Erinnerungen an frühere Jahre. "Das ist super, dass sich jemand darum gekümmert hat."

Yannic Wallat von der Firma E-Technik Sascha Müller überholte die Elektromechanik , des seit 1979 stillen Carillons. Das Unternehmen übernahm zusammen mit Sülbiye Kekekc, die in dem Haus ein Nagelstudio betreibt; die Kosten. "Das habe ich mir schon immer gewünscht", sagte Saberatzky bei der Eröffnung des Marktes. Es sei ein Geschenk für die Zweibrücker. Täglich um 10.30, 14.30 und 18.30 Uhr wird das mit rund 50 Liedern bestückte Glockenspiel erklingen.

Wie in den vergangenen Jahren fuhren Oberbürgermeister Kurt Pirmann als Nikolaus und die Rosenkönig Katrin Stegner als Christkind mit einer Kutsche vor. "Da kein Schnee liegt, haben wir keine Rentierkutsche, sondern ein Eseltaxi genommen", erklärte Pirmann.

Und der Esel Anton mit seinem Kutscher Arnulf Staap waren bei der Fahrt ein begehrtes Fotomotiv. "Das ist ein toller Esel", strahlte die kleine Laura. Aber erst, als die Mutter den Esel streichelte, fasste das Kind Mut. Begleitet wurde die Kutsche von den kleinen Eseln Friedolin und Bruno vom Verein für Naturerfahrung und Waldpädagogik Maltiz.

"Die Eselkutsche passt zum Flair unseres kleinen aber feinen Weihnachtsmarkts", sagte Pirmann. Mit den 53 Ständen um den Alexanderplatz und die Kirche ist der Markt noch einmal gewachsen. "Freuen sie sich auf Speise- und Getränkeangebote", sagte die Rosenkönigin, die auch auf die Stände mit weihnachtlichem Kunstgewerbe hinwies.

Der Weihnachtsmarkt hat an diesem und am kommenden Wochenende sowie am Nikolaustag geöffnet. An den Freitagen und am Nikolaustag öffnen die Stände um 17 Uhr, an den Samstagen und Sonntagen jeweils um elf Uhr. Die Organisatoren haben ein Bühnenprogramm zusammengestellt.

Nach 38 Jahren erklang auch wieder das Glockenspiel in der Fruchtmarktstraße. Foto: Wille

weihnachtsmarkt-zw.de