1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Klimawandelanpassungscoach in Zweibrücken

Stadt Zweibrücken lädt zu Informationsveranstaltung ein : Grüne Häuser sorgen für besseres Klima

Wie können Bürger zuhause auf den Klimawandel reagieren? Informationen für klimaangepasstes Bauen und Gärtnern gibt es am 3. März bei einem Infoabend der Stadt Zweibrücken im Herzogsaal.

Wie gehe ich in meinem direkten Umfeld mit dem Klimawandel um? Was kann ich an meinem Haus und meinem Garten für die Umwelt tun? Auf solche Fragen interessierter Bürgern geben am Dienstag, 3. März, 18 Uhr, Christian Kotremba von der Stiftung für Ökologie und Umwelt und Werner Ollig vom Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum bei einer Informationsveranstaltung im Zweibrücker Herzogsaal, Herzogstraße 9-11, Antworten.

Die Veranstaltung ist Teil des Projekts Klimawandel-Anpassungscoach der Stadt Zweibrücken. Mit dem Projekt sollen Leitlinien für die Stadtverwaltung erarbeitet werden (wir berichteten). „Und wir wollen die Bevölkerung auch für das Thema sensibilisieren“, erklärt der Stadtplaner im Bauamt, Harald Ehrmann, am gestrigen Donnerstag in einem Pressegespräch im Rathaus. Die Folgen des Klimawandels seien auch in Zweibrücken bemerkbar, folgert Ehrmann aus den Ergebnissen der Untersuchung Kontrembas.

Die Bauverwaltung hofft, dass sich die Zweibrücker Bürgerinnen und Bürger „frühzeitig und proaktiv“ auf die Folgen des Klimawandels einstellen. Gerade am eigenen Haus und im eigenen Garten könnte „jeder etwas tun“, ergänzt Barbara Kirsch-Hanisch vom Zweibrücker Bauamt. Nach Einschätzung Ehrmanns werde durch geeignete Maßnahmen etwas für Natur und Umwelt getan und „auch etwas Schönes“.

Bei der Veranstaltung kommenden Dienstag im Herzogsaal, die sich insbesondere an Häuslebauer und Hausbesitzer richtet, wird nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Marold Wosnitza der Klimawandel-Anpassungscoach nochmal die Ergebnisse seiner Untersuchung eingehen. Anschließend gibt Kontremba auch Ratschläge zum klimaangepassten Bauen. Gebäudegrün auf den Dächern und den Fassaden sind für ihn Teil einer nachhaltigen, zukunftsorientierten Entwicklung, und aus einer modernen Stadtplanung nicht mehr wegzudenken.

Wie die Zweibrücker Bauverwaltung in einer neuen Informationsflugschrift für Bürger schreibt, habe die Außenbegrünung eine Vielzahl positiver Effekte. Wie eine Kühlung im Sommer oder eine Wärmedämmung im Winter. Die Lufthygiene werde verbessert, die Artenvielfalt gefördert und das Klima durch Kohlendioxidbindung geschützt. In dem Faltblatt werden die Hintergründe und Voraussetzung von Dachbegrünung und Fassadenbegrünung erläutert.

Auf die Gartengestaltung im Zeichen des Klimawandels geht Ollig ein. Mit Hilfe von Grün kann auch Hitze ums Gebäude reduziert werden. Je mehr das Grundstück mit Pflanzen gestaltet ist, desto größer ist der kühlende Effekt. Grün wirke wie eine „natürliche Klimaanlage“, schreibt die Bauverwaltung in einem weiteren Informationsflyer. Deshalb sei es sinnvoll, auf eine starke Versiegelung und Verschotterung zu verzichten.

Den vermeintlichen Vorteilen von Schottergärten wie „besonders pflegeleicht und günstig“ widerspricht die Zweibrücker Bauverwaltung. Zudem hätten diese Gärten negative Wirkungen und stünden im krassen Widerspruch zu Natur- und Umweltschutzgedanken.

Termin: Informationsveranstaltung „Klimaangepasstes Bauen und Gärtner – Möglichkeiten der privaten Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ am Dienstag, 3. März, 18 bis 20 Uhr, im Herzogsaal, Zweibrücken, Herzogstraße 9-11.