Kleine Künstler ganz österlich

Ostern steht vor der Tür, auch in der Jugendkunstschule (Jukuschu). Am vergangenen Samstag bemalte der Künstler Guy Untereiner, der aktuell seine Werke dort ausstellt, zusammen mit Kindern Ostereier.

. Der vergangene Samstag war so ein typischer Jukuschu-Tag: Kinder und Erwachsene saßen an einem fast runden Tisch beieinander, bemalten Ostereier und unterhielten sich über Gott und die Welt und natürlich über Ostereierbemalerei. An den Wänden und auf Tischen Bilder und Kunstwerke von Guy Untereiner, einem Künstler aus dem Elsass , der ernste, heitere, knifflige und knuffige, lustige und kritische Dinge erschafft; er bemalt auch Stoffe und Haushaltsgegenstände, also auch ein wenig Gewerbekunst stellt er her. Kochbücher auch, sehr kunstvoll eines über die elsässische Küche, bibliophil geradezu.

Doppeldeutige Bilder

Oft zeigt sich in seinen Bildern ein satirischer Kick oder Doppeldeutigkeit: In einem hohen Ohrensessel sitzt eine Frau und schaut einfach in die Gegend. "Berger" heißt das Bild, das bedeutet übersetzt sowohl Schäferin als auch Ohrensessel. Die Betrachter dürfen jetzt beides zu einer wie auch immer gearteten Geschichte zusammenbringen. Auch kleine bunte Figuren aus Holz, irgendwo hinzustellen, zur Aufhellung des Alltags, sind zu haben.

Derweil malen die Kinder und die Erwachsenen fleißigst Ostereier an. Jürgen Ecker, Dozent und Künstler, malt einen ganzen Wald filigran auf ein Ei, schenkt es dem neben ihm sitzenden Kind, das den Wald weiter malt. Johanna, Violetta, Alina, Anastasia, alle gehen behände mit Farben um, treffen auch manchmal daneben. Die Jugendkunstschule ist keine strenge Schule, hier wird mit Spaß gemalt, mit Lust, und wer gerade mal rennen muss, der rennt eben, Platz gibt es genug. Ecker geht auch schon mal ans Klavier und spielt ein paar Takte für die richtige Stimmung und fürs Kindergemüt. So stellt sich Ostern als ein fröhliches Fest dar. Und die Kinder schnabbeln dazu: "Ich war schon öfters hier", "hier gefällt's mir", "wie heißt du denn", "ich geh noch in den Kindergarten", "nein, ich schon in die erste Klasse", "ich kann sogar schon lesen", "Ich krieg keinen Hasen hin", "Ich hab jetzt Durst und Hunger". Guy Untereiner hat aus dem Elsass drei gewaltige Gugelhupfe mitgebracht. Die schmecken vielleicht prima! Also alles stimmte an diesem Tag!

Die Ausstellung der Werke von Guy Untereiner ist noch bis 4. April jeden Tag von 14 bis 18 Uhr zu sehen, in der Jugendkunstschule in der Poststraße 4.