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„Kleine Elisabethcafé“ der Pfarrei Heilige Elisabeth

Treffpunkt quer durch die Generationen : Treffpunkt Elisabethcafé

Nach einem Jahr ist das „Kleine Elisabethcafé“ der Pfarrei Heilige Elisabeth im Gemeindehaus Heilig Kreuz ein beliebter und gut besuchter Treffpunkt quer durch die Generationen. Selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Tee gibt es auf Spendenbasis. Gute Gespräche schaffen eine schöne Gemeinschaft.

Kein Stuhl war am Mittwochnachmittag mehr frei iem „Kleinen Elisabethcafé“. In den Räumen der Zweibrücker Caritas an der Rosengartenstraße zwischen Kirche und Kindergarten von Heilig Kreuz, war das „Soziale-Café“ der katholischen Pfarrei Sankt Elisabeth in Zweibrücken voll besetzt.

Rund zwanzig Menschen zwischen 18 und über 80 Jahren feierten diesen Treffpunkt quer durch die Generationen, quer durch die katholischen Gemeinden in allen Zweibrücker Stadtteilen und über die Konfessionsgrenzen hinaus. Hier treffen sich wöchentlich Alleinstehende, Mitglieder der katholischen Kirchengemeinden der Pfarrei, Jugendliche und auch kirchenferne Menschen zum gegenseitigen Austausch.

Von 52 Wochen war das Café Elisabeth in seinem ersten Jahr bis auf den „Tag der Deutschen Einheit“, den ersten Weihnachtsfeiertag oder Neujahr an 49 Mittwochen jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Rund 400 Besucher, im Schnitt gut sieben pro Termin, nahmen das Angebot der Kirchenbezirks wahr. „Mal waren wir nur drei, mal zwölf und mehr“, erinnert sich Gemeindereferentin Monika Schmidt. Sie trug nach einem Vorbild in Neunkirchen die Idee in die Pfarrei, Uta Staiger setzte sie mit ihr gemeinsam um. Ehrenamtlich.

Der kleine Raum der Caritas, der schon lange leer stand, wurde ausgeräumt und neu eingerichtet: In freundlichem Gelbton gestrichen, Tische und Stühle von Hand aufgebaut, Vorhänge genäht, die Fenstersimse und quadratischen Tische dekoriert. Es befindet sich im linken Teil des Pfarrheims Heilig Kreuz, Richtung Kindergarten mit dem gleichen Eingang wie zum Caritasbüro. Im Sommer erfrischend kühl, im Winter wohlig geheizt, lädt der anheimelnde Raum zu Wohlfühlen ein.

Ein Grund für Jannis Staiger, hier mit seiner Freundin Constanze Umlauf Kaffee zu trinken. „Zu Hause trinke ich gar keinen Kaffee. Aber hier der selbstgebackene Kuchen und die Atmosphäre gefallen uns.“ Die jungen Leute hören interessiert zu und lernen fürs Leben, wenn die Älteren erzählen. Vegane Rezepte, biologische Waschmittel – die Themenvielfalt ist alltagsorientiert und nicht unbedingt religiös. Von Menschen für Menschen ist das Thema.

Ein Bildschirm ermöglicht jetzt, Bilder von der Renovierung und dem Jahresverlauf und auch eigene Fotos von fröhlichen Gemeindefesten, Gärten und Wäldern oder schönen Urlaubsreisen zu zeigen. „Wir wollen uns öffnen für alle, dies ist keine Kirchenveranstaltung“, betonen Ute Staiger und Monika Schmidt. Deshalb freuen sich die Organisatorinnen sehr, wenn selbst kirchenferne Menschen nach etlichen Jahren den Weg finden, sich angenommen und aufgehoben fühlen und möglicher Weise Lösungen für ihre Alltagsthemen mitnehmen. Apropos Lösungen: Ist die Beratungsstelle der Caritas unbesetzt, leisten Ute Staiger und Monika Schmidt Hilfe, „so weit wir es können“.

„Leckerer, hausgebackener Kuchen und die tolle Gemeinschaft“ locken auch Gläubige wie Elisabeth Hunsicker ins „Kleine Elisabethcafé“. Zumal hier jeder nur das in die Spendenkasse wirft, was ihm möglich ist. Dennoch konnten davon bereis im ersten Jahr ein Kühlschrank angeschafft und Rücklagen etwa für eine neue Kaffeemaschine gebildet werden.

Unter dem Motto „Caritas“ werden Überschüsse in Form von Gutscheinen, etwa für den nahe gelegenen Cap-Markt, der Gemeinde gespendet und im Bedarfsfall vom Pfarrbüro verteilt. „Hier treffen wir uns alle. Sonst ist jeder in seiner Gemeinde, Ernstweiler, Ixheim, Stadtmitte“, findet Waltraut Ebersoldt. Das Café-Team soll künftig erweitert werden und auch über Veranstaltungen denken die Betreiberinnen nach.