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Kleider-Händler sticht Besucher in den Hals

Kleider-Händler sticht Besucher in den Hals

Wegen versuchten Totschlags muss sich seit gestern ein 43-Jähriger vor dem Saarbrücker Landgericht verantworten. Der gebürtige Algerier lebt seit Jahren in Europa und handelt mit Kleidern auf Märkten.

Er soll am 7. April 2016 in Saarbrücken einem Landsmann mit einem Messer in den Hals gestochen haben. Bei der Tat war der 43-Jährige in Folge früherer schwerer Schädelverletzungen wohl schuldunfähig. Er soll 2010 in Algerien von mehreren Männern so zusammengeschlagen worden sein, dass er ins Koma fiel. Daran erinnerte er sich angeblich, als er Besuch aus der alten Heimat bekam. Er meinte dazu: Sein Herz habe ihm gesagt, dass der Mann böse sei und ihn schlagen wolle. Also habe er den Besucher angegriffen - mit dem kleinen Messer, das er immer in der Schublade liegen hat.