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Kitas in Zweibrücken öffnen schrittweise

Lockerungen in Corona-Krise : Kindergärten öffnen schrittweise

Ab 2. Juni sollen die 16 städtischen Einrichtungen für Kinderbetreuung wieder öffnen. Doch wird die Zahl der betreuten Kinder wohl nicht so rasch wieder auf dem alten Niveau sein.

Wann macht der Kindergarten endlich wieder auf? Diese Frage haben sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Kinder – und auch deren Eltern – in Zweibrücken immer wieder gestellt. Die strengen Corona-Bekämpfungsregeln des Landes ließen lediglich einen Notbetrieb zu.

Jetzt ist endlich wieder Land in Sicht für Groß und Klein: Die Kinderbetreuungs-Einrichtungen in Rheinland-Pfalz dürfen ab Anfang Juni wieder öffnen, die Mainzer Ampel-Koalition hat vergangene Woche dafür grünes Licht gegeben (wir berichteten).

Wie wird sich die Neueröffnung in der Rosenstadt darstellen? Bürgermeister Christian Gauf und Jugendamtsleiter (Verwaltung) Jörg Klein saßen am Montagnachmittag beisammen, um über dieser Frage zu brüten.

„Wir sind in der Planung“, machte Gauf (CDU) deutlich, dass viele Fragen noch offen sind. Fakt sei: „Die Leitlinien des Landes sind bei uns eingetroffen, wir versuchen jetzt, diese umzusetzen.“ Die Landesregierung gebe lediglich Leitplanken vor, das detaillierte Umsetzen sei Aufgabe der Verwaltung.

„Wir haben eine Zeitschiene“, sagte Gauf. Die Stadt könne ihre Kitas ab Dienstag, 2. Juni öffnen, habe aber auch Zeit bis zum 8. Juni. Je nachdem, wie es sich organisatorisch darstellen lässt.

Zehn klassische Kindergärten und Horte plus sechs Spiel- und Lernstuben werden von der Stadt betrieben (die freien Träger betreiben ferner 13 Kitas); Klein sagt: „Wir wollen diese schrittweise wieder eröffnen.“

Jeder Kindergarten, jede Spielstube werde ein eigenes Konzept erstellen und es dann dem Rathaus vorlegen, erläutert Bürgermeister Gauf. Man müsse sehen, wie alles vorankomme.

Fest stehe derzeit lediglich eines: „Auch wenn wir ab 2. Juni wieder öffnen – so, wie es in der Vor-Corona-Zeit war, wird es erstmal nicht wieder werden“, spricht Gauf ernüchternde Worte.

„Zunächst wollen wir die Vorschulkinder in den normalen Betrieb integrieren“, sagt er. Die Stadt werde versuchen, die Zahl der Gruppen pro Einrichtung sowie die Zahl der dort betreuten Kinder langsam zu erhöhen. „Vorgabe es Landes ist aber, dass in einer Gruppe maximal 15 Kinder betreut werden dürfen.“

Die Notbetreuung, die bisher in den städtischen Kitas auch während der strengen Schließungszeit galt, werde ab Anfang Juni weitergeführt und nicht etwa dem schrittweisen Regelbetrieb geopfert. „Vergangene Woche hatten wir in der Notbetreuung 224 Kinder“, verdeutlich Gauf die Dimension.