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Kita Papperlapapp startet Aktion 1001 Bäume

Baumpflanz-Aktion : Alles muss klein beginnen

Mit einer Pflanz-Aktion in Ernstweiler ist die Aktion „1001 Bäume“ gestartet. Spender und Flächen werden noch gesucht.

Ausgestattet mit Schaufeln und kleinen Gießkannen verfolgten die Kinder des protestantischen Kindergartens Papperlapapp in Ernstweiler am Mittwochvormittag, wie Udo Ferber vom Zweibrücker Waldbauverein einen noch kahlen Apfelbaum in den Händen hält. Aufgeregt schippten sie fleißig Erde um die Baumwurzeln. Dann durften sie gemeinsam fest auf der Erde herumtreten.

„So wie ihr mit beiden Beinen auf dem Boden steht, so muss auch der Baum tief und fest in der Erde sein“, erklärte Udo Ferber der kleinen Gruppe. Ein paar Meter weiter pflanzte auch Theodor Ringeisen vom Forstamt Westrich mit Kollege Uwe Bischoff einen Baum mit einer Gruppe des Kindergartens. „Wir wollen versuchen, den Kindern zu helfen, damit sie sehen, wie man solch einen Baum pflanzt“, erklärte Uwe Bischoff. Elf Bäume wurden an diesem Morgen im Ernstweiler Tal Richtung Tierheim gesetzt. Auf einem Grundstück der UBZ, das von Claudia Reister gepachtet und zur Verfügung gestellt wird, gemeinsam mit den Kindern, der Initiatorin Karin Grigic, dem Nabu, Mitarbeitern des UBZ, dem Forstamt, und dem Waldbauverein.

Karin Grigic ist zwar selbst Mitglied des Nabu, die Aktion 1001 Bäume geht aber auf private Initiative zurück und zeigt, dass es manchmal gar keinen großen Anlass braucht, um trotzdem Großes zu erreichen. Auf die Idee kam sie durch eine Freundin, die dieses Projekt bereits seit Jahren im Schwarzwald mit Kindern und Jugendlichen durchführt. „Da profitieren einfach alle davon“, findet sie.

Gemeinsam mit einer Hand voll Freunden ging sie es nun in Zweibrücken an und stieß sowohl beim UBZ als auch beim Kindergarten auf großen Anklang. Da sie auf Spenden angewiesen sind, arbeiten sie mit dem Nabu zusammen, der als Verein die finanzielle Abwicklung übernehmen kann. Schnell fanden sich viele Eltern, Bekannte, Nachbarn und sonstige Privatpersonen, die bereit waren, einen kleinen Betrag zu spenden, mit dem die Bäumchen finanziert werden konnten.

Auch der UBZ bot sofort an, die Pflanzlöcher vorzubereiten, Pfosten und den Schutz gegen den Wildverbiss bereitzustellen. Zudem war ein kleiner Wassertankwagen an diesem Morgen vor Ort, an dem die jungen Gärtner ihre Gießkannen auffüllen konnten. „Das war ganz erstaunlich zu sehen, wie sehr die Menschen da bereit sind, mitzumachen“, freut sich Karin Grigic.

Auch die Kita nutzte die Aktion, um wertvolles Wissen zu vermitteln. Bereits im Vorfeld haben sich die Kinder mit dem Thema Obstbaum beschäftigt. „Für uns war das in der Kita ein schöner Anlass, das Thema Bäume und Pflanzen einzubringen und darüber dann zu dem Thema Bienen überzugehen“, erklärte Kita-Leitung Martina Harrer. So werden die Kinder in der nächsten Zeit nicht nur „ihren“ Bäumchen ab und an einen Besuch abstatten, um zu sehen, wie sich die Pflanzen entwickeln, es steht auch der Besuch bei einem Imker auf dem Programm.

Im Herbst soll es mit der Baumpflanzaktion dann weitergehen, da sich die Jahreszeit dafür noch mehr eignet. Dafür stehen bisher bereits drei Privatgrundstücke zur Verfügung sowie eine Fläche im Bereich des Waldfriedhofes, das sich Grigic aber zunächst „aufheben“ möchte, falls es einmal an privaten Flächen mangelt. Bis zu 1001 Bäumchen ist es allerdings noch ein langer Weg, für den auch in Zukunft Spender und Menschen gesucht werden, die bereit sind, Flächen zum Bepflanzen zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen: E-Mail:
karingrigic@web.de oder Telefon: (0 15 90) 1 32 36 94.