Kinderschutzbund Zweibrücken : Große Spendenbereitschaft für Kinder

Der Deutsche Kinderschutzbund Zweibrücken konnte bei seiner ersten, eigenen Wunschbaum-Aktion zu Weihnachten mehr als 400 Kinder beschenken. Doch der Verein ist nicht nur am größten Fest des Jahres aktiv.

Kinder liegen den Zweibrückern am Herzen. Das zeigt die große Spendenbereitschaft, wenn es darum geht, ihnen eine (Weihnachts)-Freude zu bereiten. So jedenfalls erlebte es der Deutsche Kinderschutzbund Zweibrücken bei seiner ersten, eigenen Christbaumaktion. „Wir sind überwältigt. Mehr als 400 bedürftigen Kindern konnten wir ihre Weihnachtswünsche erfüllen“, strahlt Birgit Bessom.

Die langjährige Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins hat sich besonders darüber gefreut, dass alle Gaben mit großer Liebe und Fantasie „wunderschön“ eingepackt waren. Vor allem die großzügige Spende der Firma Becker und Maurer über 2500 Euro hatte dazu beigetragen, dass so viele Kinder bedacht werden konnten.

Doch auch zahlreiche Privatpersonen weit über Zweibrücken hinaus kamen in die Räume in der oberen Maxstraße, gegenüber dem JUZ, um sich einen Kinderwunsch von dem geschenkten Plastik-Weihnachtsbaum dort zu „pflücken“. Drei Tage vor dem Heiligen Abend erlebten die Kleinen und Größeren dann eine echte Weihnachtsbescherung. „Für viele Kinder war es das einzige Geschenk“, weiß Birgit Bessom. Kinderarmut gebe es auch in Zweibrücken, unter Einheimischen ebenso wie unter Kindern mit Migrationshintergrund. Aus der Zusammenarbeit mit Kitas und Kindergärten sowie den Lern- und Spielstuben weiß sie: „Es gibt Kinder, die keine Hausschuhe haben, weil die Eltern diese nicht finanzieren können.“

Tradition haben bei dem vor mehr als 25 Jahren gegründeten Verein die Nikolausbescherung, bei der in diesem Jahr unter anderem 250 Schoko-Weihnachtsmänner verteilt wurden, und die Plätzchen-Back-Aktion. „Die dürfen wir in jedem Jahr in der langen Verkaufsnacht beim Globus Einöd verkaufen“, nennt die engagierte Zweibrückerin einen der Hauptsponsoren.

Vor zwei Jahren durften die Kinder ihre Wünsche mit an den Baum des Awo-Altenheims am Rosengarten hängen, weil dort mehr Nachfrage als Wünsche bestanden. Daraus entwickelte sich dann die eigene Aktion.

Dauerhaft versorgen der „Deutsche Kinderschutzbund Zweibrücken“ und der neu gegründete Verein „Kinderhilfe Zweibrücken“ nicht nur Familien mit Kindern, sondern alle Menschen, die einen entsprechenden Bezugsschein besitzen, mit Lebensmitteln. Auch hier stammt das Gros von Globus, doch auch Bäckereien oder Edeka Ernst geben ihre Überschüsse regelmäßig über den Verein an Bedürftige. Dreimal pro Woche, Montag, Mittwoch und Samstag, werden vor allem Brot und Backwaren verteilt. So werden auch Kinder in Schulen mit Obst und anderem versorgt, denn „ohne Nahrung können sie ja gar nicht denken und lernen“.

Willkommen sind auch Senioren, die mit ihrer kargen Rente ihren Lebensunterhalt kaum bestreiten können. „Die können sich gerne ein Brot abholen“, bietet Birgit Bessom mitfühlend an. In dem angegliederten Sozial-Kaufhaus werden für wenige Euro gespendete Kleidung, Geschirr und Haushaltwaren, Möbel, Leuchten und Dinge des täglichen Bedarfs verkauft. Das eingenommene Geld wird großzügig gespendet, natürlich an Kinder. So zählt der Deutsche Kinderschutzbund Zweibrücken zu regelmäßigen Sponsoren für krebskranke Kinder in Homburg.

Täglich sind rund 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz. Unter anderem bieten sie jeden Donnerstag von neun bis elf Uhr einen „Kleinkinder-Treff“ an. Hier treffen sich bis zu zehn junge Eltern, vorwiegend Mütter, mit ihren kleinen Kindern, um sich bei einem liebevoll gerichteten Frühstück auszutauschen, während die Kinder miteinander spielen.