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Kennzeichen ZW wieder im Landkreis möglich

Kennzeichen ZW wieder im Landkreis möglich

Nach mehr als 40 Jahren, in denen Kreisbewohner mit PS-Kennzeichen fahren mussten, bekommen sie nun auch wieder ZW-Nummernschilder. Dazu können sie ihr Fahrzeug in Zweibrücken anmelden.

Der Dellfelder Kurt Pirmann hat zwar schon ein ZW-Autokennzeichen. Aber nur an seinem Dienstwagen. Wenn er sich im Frühjahr ein neues Auto kauft, kann der Zweibrücker Oberbürgermeister auch privat mit ZW unterwegs sein.

Wie es bis 1972 alle Autofahrer von Bechhofen bis Großsteinhausen oder von Schmitshausen bis Hornbach waren. Nach der Verwaltungsreform mussten die Landkreisbewohner mit einem PS-Kennzeichen fahren. Ab Montag, 2. Februar, acht Uhr, können die Autofahrer aus dem Landkreis ihr Fahrzeug im Zweibrücker Behördenzentrum Maxstraße 1 anmelden. Dazu gibt es auch wieder die Zweibrücker Kennzeichen für die Fahrzeughalter aus dem Landkreis Südwestpfalz.

Bis am 22. April 1972 teilten sich die Stadt und der damalige Landkreis Zweibrücken das ZW: Autofahrer aus der Stadt hatten vor den Zahlen einen, Autofahrer aus den Kreisgemeinden zwei Buchstaben. Nach der Auflösung des Landkreises Zweibrücken konnten nur noch die Einwohner aus Mittelbach, Rimschweiler, Wattweiler, Oberauerbach und Mörsbach ihr ZW behalten. Die Autofahrer von Käshofen bis Riedelberg oder von Reifenberg bis Althornbach mussten ein PS-Schild nehmen, wenn sie ein neues Fahrzeug kauften oder ummeldeten. So soll es vorgekommen sein, dass mancher Fahrzeugwechsel hinausgeschoben wurde. Bei manchen Fahrzeugen, vor allem landwirtschaftlichen, ist auf dem Land das alte ZW-Schild noch da.

Im Landkreis gab es in der Vergangenheit Bestrebungen, nicht nur den Namen von Landkreis Pirmasens in Südwestpfalz - am 1. Januar 1997 - zu wechseln, sondern auch das Autokennzeichen. Mit SÜD hätten sich die Kreisbewohner angefreundet. Das von der Bundesbehörde vorgeschlagene SWP fand in der Südwestpfalz wenig Gegenliebe. So blieb es bei PS.

Nachdem es gesetzlich wieder möglich war, alte Kennzeichen zu verwenden, haben Oberbürgermeister Kurt Pirmann und Landrat Hans Jörg Duppré vereinbart, ZW im Landkreis Südwestpfalz wieder zu ermöglichen. Wie im Donnersbergkreis, wo das vor über 40 Jahren verschwundene ROK wieder eingeführt wurde.

Das ursprüngliche Ziel war es, zum Umzug der Zulassungsstelle im Juli 2014 ZW zu ermöglichen. Das hatte sich verzögert, weil Computerprogramme erneuert wurden. So konnte erst im Dezember eine Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Landkreis für die neue Kennzeichenregelung geschlossen werden. Nachdem Land und Bund zugestimmt haben, können ab Montag die neuen Schilder ausgegeben werden.