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Stadtrat: Keine Vorgaben für Gartengestaltung

Stadtrat : Keine Vorgaben für Gartengestaltung

(sf) Die Grünen konnten auch in der Sitzung des Stadtrats niemand überzeugen, dass Grundstücke zu begrünen sind. „An der Begründung hat sich nichts geändert“, sagte Norbert Pohlmann, der dabei das Stichort Artenvielfalt erwähnte.

Allerdings stimmten die Grünen dem im Bauausschuss gefundenen Kompromiss zu. Danach sollen die Bauherren mit Broschüren über Begrünung der Gärten und von Flachdächern informiert werden. Stéphan Moulin (SPD) gab Pohlmann in der Sache zwar Recht. Aber mit dem Sprichwort, „lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“, stimmte auch er wie der restliche Stadtrat dem Kompromiss zu. Moulin hoffte, dass die Diskussion im Bauausschuss und jetzt im Stadtrat die Menschen für das Thema sensibilisiere. Man könne den Menschen, so etwas nicht verordnen, hielt Ingrid Kaiser (FDP) dem Grünen-Vorschlag entgegen. „Wir schreiben den Bauherren auch sonst viel vor, wie die Dachneigung oder die Größe des Hauses“, entgegnete Pohlmann. „Wir setzen auf Freiwiligkeit und Anreize“, sagte Christina Rauch (CDU). Und da sei die Broschüre eine gute Lösung. Pohlmann wies darauf hin dass der UBZ mit der Bewirtschaftung der städtischen Grünanlagen schon Vorbildliches leiste (wir berichteten). Für Dirk Schneider (SPD) sind die städtischen Grünflächen oder die Vorgärten nicht entscheidend für die Artenvielfalt: „Das ist die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen.“