1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Kein schnelles Internet: BI Mörsbach spekuliert über Straf-Aktion

Kein schnelles Internet: BI Mörsbach spekuliert über Straf-Aktion

"So langsam wird man das Gefühl nicht los, dass die Mörsbacher durch die Stadt Zweibrücken bestraft werden sollen", kommentiert Dennis Nizard, Vorsitzender der Bürgerinitiative (BI) Mörsbach , dass die Stadtverwaltung nach der Ablehnung der Funk-Lösung durch den Ortsbeirat kaum mehr Chancen auf baldiges schnelles Internet für Mörsbach sieht (wir berichteten).

"Dass wir uns mit unserer Arbeit in Sachen Mülldeponie nicht nur Freunde machen, ist uns bewusst. Dennoch hat sich die Bürgerinitiative nicht nur wegen der Mülldeponie gegründet. Sie wird auch zukünftig in Mörsbach Dinge ansprechen, die die Bürger betreffen." Etwa DSL . "Ich habe schon vor einiger Zeit Kontakt mit dem Verantwortlichen des Breitband-Projektbüros im Ministerium für Inneres in Mainz gehabt", schreibt Nizard. "Dort hat man mir schriftlich mitgeteilt, dass das Land 65 Prozent für einen Breitbandausbau in Mörsbach zur Verfügung stelle." Dass der Ausbau öffentlich ausgeschrieben werden muss, stehe auch für ihn außer Frage. Ebenso, dass eine Technologie nicht ausgeschlossen werden dürfe. "Die Frage ist aber, wieso können alle anderen Gemeinden im Umkreis mit Kabel-DSL versorgt werden, nur Mörsbach muss auf eine Funk-Lösung setzen? Hat sich in den Nachbargemeinden der Sat-DSL-Anbieter überhaupt nicht beworben? Oder hat man dort andere Möglichkeiten gefunden, den Bürgern schnelles Internet zur Verfügung zu stellen, weil diese sich nicht gegen die Pläne zur Mülldeponie auflehnen? Die Bürgerinitiative wird sich in den nächsten Tagen unter anderem mit dieser Frage beschäftigen."

Die Stadtverwaltung hatte allerdings bereits im Februar darauf aufmerksam gemacht, Mörsbach werde bei einer Funk-Ablehnung gar kein schnelles Internet bekommen. Der damalige Ortsvorsteher Rolf Schimmeyer gab laut Merkur-Bericht vor der Abstimmung die Warnung der Stadt wieder: "Entweder wir entscheiden uns für diese Lösung, oder wir bekommen nichts."