Kein Schmutzwasser in Auerbach

514 000 Euro investiert der Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) ins Regenüberlaufbauwerk (RÜ) beim Ortseingang Oberauerbach aus Richtung Niederauerbach. Auch ein Drossel- und Trennbauwerk wird ergänzt.

Mehr als eine halbe Million Euro werden vom Umwelt- und Servicebetrieb Zweibrücken (UBZ) in das 180 Kubikmeter große Regenüberlaufbauwerk (RÜ) investiert. Der Anlageteil des städtischen Kanalnetzes wird mit moderner Technik ausgestattet. Zudem wird das jetzige Bauwerk, welches fast unsichtbar in der Erde beim Fuß- und Radweg nach Niederauerbach eingelassen ist, mit einem Drossel- und Trennbauwerk in Fertigbauweise ergänzt. Die umfangreichen Arbeiten, für die eine Bauzeit von vier Monaten eingeräumt ist, erläuterte jetzt Fachingenieurin Nicole Hartfelder im Ortsbeirat.

Sie erklärte die Funktion eines Regenüberlaufbauwerks, in welchem sich schmutzige Abwässer befinden, die bisher schon beim geringsten größeren Regen ungeklärt in den nahegelegenen Auerbach ergossen. Das wird künftig nicht mehr der Fall sein, versicherte Hartfelder und verwies auf die neuen hydraulischen Berechnungen für ein angenommenes Starkregenereignis. 180 Kubikmeter Schmutzwasser fasst das Regenüberlaufbauwerk, an welchem zudem eine acht Hektar große, befestigte Fläche angeschlossen ist. Die hydraulische Nachrechnung der ankommenden Regen- und Schmutzwassermassen ergaben, dass das aus dem Jahr 1970 stammende Regenüberlaufbauwerk (RÜ) verbleiben kann, wenn ein neues Drossel- und Trennbauwerk vorgeschaltet wird. Bei der neuen technischen Ausstattung der Bauwerke ist auch ein Lamellenrechen vorgesehen. Dieser wird verhindern, dass Grobteile (Toilettenpapierreste, etc.) aus dem Schmutzwasser in den Auerbach gelangen können. Bereits letztes Jahr war das Projekt ausgeschrieben worden, doch zu jenem Zeitpunkt waren die Auftragsbücher der Unternehmen voll. Um ein Vielfaches wurde die Kostenschätzung überschritten, weshalb sie jetzt neu ausgeschrieben wurde. Nach Ostern gingen die Bauarbeiten los und sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein. Beim naturnahen Auslauf mit Hartsteinen wünscht sich Hüther eine Verschwenkung, weil sonst der Auslauf wohl zu nahe an die Widerlager der im Augenblick abgerissenen alten Holzbrücke käme. "Wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es wieder zu einer Brücke kommt und dann wäre das nicht von Vorteil." Für Nicole Hartfelder jedoch kein Problem, das lasse sich arrangieren. Sie informierte zudem über das bevorstehende Flurbereinigungsverfahren für den Bereich zwischen Nieder- und Oberauerbach, in dessen Zusammenhang sich ein Waldweg als Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen wieder reaktiviert werden könnte. Dafür müsse aber noch die Verbindung von der Schwarzwaldstraße her geschaffen werden, so die weitergehende Forderung des Ortsbeirates.