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Kaum Schulschwänzer Schulschwänzen kein Problem

Kaum Schulschwänzer Schulschwänzen kein Problem

Zweibrücken. In Zweibrücken ist Schulschwänzen "kein großes Problem", erklärt Thomas Deller vom Zweibrücker Ordnungsamt. "Es gibt nur wenige Einzelfälle." In diesem Jahr wurde das Ordnungsamt 17 Mal aktiv. Doch die Anschreiben, zunächst mit der Androhung und im nächsten Schreiben mit der Festlegung eines Zwangsgeldes, reichten aus

Zweibrücken. In Zweibrücken ist Schulschwänzen "kein großes Problem", erklärt Thomas Deller vom Zweibrücker Ordnungsamt. "Es gibt nur wenige Einzelfälle." In diesem Jahr wurde das Ordnungsamt 17 Mal aktiv. Doch die Anschreiben, zunächst mit der Androhung und im nächsten Schreiben mit der Festlegung eines Zwangsgeldes, reichten aus. Spätestens dann schickten die Eltern ihre Kinder wieder zur Schule. Denn "die Eltern haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Kinder in die Schule gehen", betont Deller. Das Ordnungsamt wird von den Schulen informiert, wenn Schüler fehlen. Dann wird die Behörde tätig. Wenn die Eltern auch nicht auf die Zwangsgeld-Maßnahmen reagieren, werden die Schüler von Mitarbeitern des Ordnungsamtes abgeholt. Deller: "Das kostet wieder Geld." Die meisten Fälle gebe es an den Hauptschulen, sagt die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, Heike Lange-Lützelberger. Auch von der Grundschule gebe es Meldungen. Dabei handele es sich nicht immer um Schulschwänzer. "Manche Eltern haben nur einen Umzug nicht gemeldet", erklärt Lange-Lützelberger. Der Leiter der Friedrich-von-Schiller-Schule, Klaus-Peter Henrich, bestätigt die Einschätzung. "An unserer Hauptschule ist das kein großes Problem. Auch wenn es zurzeit einen Fall gibt." Bei der Lösung gebe es Gespräche mit den Eltern und dem Schulsozialarbeiter. "Wenn bis neun Uhr keine Entschuldigung eines fehlenden Schülers vorliegt, rufen wir die Eltern an. Wenn die Bescheid wissen, hilft das schon." Wenn zu den schulischen Problemen auch familiäre dazu kommen, werde das Jugendamt eingeschaltet, erklärt Jugendamtsleiter Markus Wilhelm. Sie würden aber über alle Fälle informiert. Nach Meinung Wilhelms seien die Schulsozialarbeiter gefordert. Und er wünscht sich mehr Sozialarbeiter. Wilhelm: "Auch in Grundschulen." sf