Kammerchor Zweibrücken : Mit Musik auf nach „America“

Zu einer musikalischen Reise durch die „Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ lädt der Kammerchor Zweibrücken bei seinem ersten Konzert nach der Pause ein.

„Es sind so schöne Lieder und so abwechslungsreich. Ich trällere sie seit Wochen den ganzen Tag lang“, strahlt Sängerin Kerstin Pick in Vorfreude auf das Konzert des Zweibrücker Kammerchors am kommenden Sonntag, 3. Oktober, um 18 Uhr in der Alexanderskirche. Ein Chorwochenende auf der Burg Lichtenberg bildete den Abschluss der kurzen, aber intensiven Probezeit für das neue Programm „America“, mit dem die 30 Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Dorothea Jakob die Zwangspause durch die Pandemie beenden.

„‚America’ – so vielfältig, wie das Land sind die Wurzeln der Komponisten und so facettenreich sind ihre Werke“, schürt Pressesprecherin Daniela Striegel die Neugierde. Namen wie Leonard Bernstein, Samuel Barber, Amy Beach, Eric Whitacre, Philipp Glass, John Philip Sousa und viele mehr stehen für Musik von tonal bis atonal, von traditionell bis experimentell. Das umfangreiche Chorprogramm trennt neben Komplettbesetzung je nach Titel auch Frauen- und Männerstimmen und erweitert damit die Klangvielfalt über die ohnehin breit gefächerte Bandbreite von der Klassik über Folklore und Gospels bis hin zu jazzigem Soul. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts existierte in den Vereinigten Staaten von Amerika keine eigenständige klassische Musik und so stammt das früheste Vokalwerk des Konzertes aus dem Jahr 1897: Amy Beach entführt mit ihren klangfarbenreichen „Three Shakespeare Choruses“ für Frauenchor in die zauberhaft-magische Welt der Elfen und Geister aus Shakespeares Dramen.

So wie bei keinem Unabhängigkeitstag der USA das als offizieller Nationalmarsch bekannte „Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousas fehlen darf, gehört es natürlich auch in die Hommage des Kammerchors, interpretiert von den zwölf Männerstimmen.

Zwei große Komponisten des 20. Jahrhunderts verbindet unter anderem Abstammung und jüdische Erziehung: Aaron Coplands Familie siedelte von Litauen nach New York, Leonard Bernstein wurde in den USA als Sohn eines Ukrainers und einer Russin geboren und war ein großer Bewunderer von Coplands Musik. Coplands „Help us, o Lord“ verknüft klassische Kompositionstechniken der Renaissance mit Einflüssen des Gospel und der neuen Sachlichkeit. Von Bernstein singt der Chor den „Court Song“, eine Bühnenmusik aus einem Stück über das Leben Jeanne d’Arcs sowie Yigdal, nach einer populären liturgischen Hymne. Passend in den Konzertraum Kirche, ertönen mit „All that hath life and breath“ eine funkelnde Fanfare nach Psalmtexten aus der Feder von René Clausen sowie das afro-amerikanische Spiritual „My soul’s been anchored“ von Moses Hogan, der 2003 im Alter von nur 45 Jahren verstarb.

Am Konzertabend gibt es ein ausführliches Programm inklusive Übersetzung aller Texte. Begleitet wird der hochkarätige Kammerchor Zweibrücken am Klavier von Xinjie Li, Hochschule für Musik Saar. Konzertbeginn ist um 18 Uhr, Einlass bereits ab 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, der Chor freut sich aber über Spenden am Ausgang. Die Anzahl der Sitzplätze ist eingeschränkt und es gelten die aktuellen Corona-Vorschriften. Platzreservierung vorab ist möglich per E-Mail an: info@kammerchor-zweibruecken.de. Weitere Infos: www.kammerchor-zweibruecken.de.