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Junkersstraße in Zweibrücken: Stadt lehnt privates Bauvorhaben ab

Streit im Stadtrechtsausschuss : Junkersstraße: Einspruch zurückgewiesen

Im Streit um ein privates Bauvorhaben in der Junkersstraße in Ernstweiler ist ein Bürger im Stadtrechtsausschuss mit seinem Widerspruch gescheitert. , möchte der Mann in der Junkersstraße ein Wohngebäude errichten, die Stadt beschied seine Bauvoranfrage allerdings abschlägig.

In der Verhandlung des Stadtrechtsausschusses hatte Stadtplaner Harald Ehrmann erklärt, bei der Junkersstraße handele es sich laut Bebauungsplan m ein „Mischgebiet“, also eine Straße, in der sowohl Gewerbe wie auch reines Wohnen zulässig – und in dieser Kombination auch erwünscht – sind. Würde der Bürger sein Vorhaben verwirklichen, drohe das Baugebiet endgültig zu „kippen“, weil es dann kaum noch Gewerbe gebe. Damit würde die Straße den ihr zugedachten Charakter verlieren.

Dieser Argumentation hat sich der Stadtrechtsausschuss in seiner Entscheidung angeschlossen, wie Annegret Bucher, Leiterin der Behörde, dem Merkur am Dienstag auf Nachfrage sagte. „Der Widerspruch wurde zurückgewiesen. Und zwar aus den Gründen, die Herr Ehrmann in der Sitzung vorbrachte“, erklärte Bucher.

Der Widerspruchsführer hatte in der Verhandlung anders herum argumentiert: Die Junkersstraße sei längst „gekippt“, lediglich vier von 31 Grundstücken dort würden gewerblich oder teilgewerblich genutzt, das entspreche einem Anteil von gerade einmal 12,9 Prozent.

Der Mann hatte erklärt, eine Ablehnung seines Bauvorhabens käme einer Enteigung gleich. Für den Fall, dass der Stadtrechtsaussuss seinen Widerspruch zurückweise, werde er den Klageweg beschreiten, sagte er.