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Jörg Neurohr neuer Leiter des Hofenfels-Gymnasiums Zweibrücken

Hofenfels-Gymnasium : „Hier wird eine hervorragende Arbeit geleistet“

Jörg Neurohr ist seit zwei Wochen neuer Schulleiter am Hofenfels-Gymnasium.

(nlg) „Ich hätte mir niemals träumen lassen, als Schulleiter hierher zu kommen“, erzählt Jörg Neurohr. Das hat allerdings nichts damit zu tun, dass der neue Schulleiter des Hofenfels-Gymnasiums (HFG) nicht etwa die Nachfolge von Werner Schuff antreten wollte, sondern vielmehr damit, dass seine allererste Arbeitsstelle nach seinem Lehramtsstudium an der Universität Saarbrücken eben genau an dieser Schule war. Ein Jahr lang war er ab 1996 als Vertretungslehrer eingestellt. Eine spannende Zeit damals für ihn. Nach einem weiteren Jahr an einer Grundschule. 1998 trat er schließlich eine Stelle als Lehrer für Sport und Biologie an der IGS Enkenbach-Alsenborn an, wo er bis zu seinem Wechsel ans HFG blieb. Die letzten acht Jahre war er dort bereits Schulleiter, fast neun Jahre vorher stellvertretender Schulleiter. Dass er nach beinahe 21 Jahren nun nach Zweibrücken gekommen ist, hat sich der 52-Jährige Neunkirchener so gewünscht. „Das ging von mir aus, ich habe einen Versetzungsantrag gestellt“, erzählt er. Das habe allerdings nichts damit zu tun, dass es ihm an seiner alten Wirkungsstätte nicht gefallen habe, sondern damit, dass er das HFG für eine tolle Schule halte und sie nach seinem kurzen Arbeitsjahr 1996 nie ganz aus den Augen verloren habe. „Ich kann mich mit den Schwerpunkten der Schule gut identifizieren“, erklärt der Vater von zwei erwachsenen Kindern, der nun zusätzlich von kürzeren Arbeitswegen profitiert.

Seine zweite Arbeitswoche am HFG hat er bereits hinter sich gebracht. Am ersten Februar war seine offizielle Amtseinführung im Rahmen einer Dienstbesprechnung, eine feierliche Einführung soll es zusätzlich in den kommenden Monaten noch geben.

Aber zunächst geht es darum, sich einzufinden und bei 75 Kollegen nicht den Überblick zu verlieren. „Die Schulleiter-Erfahrung erleichtert das natürlich“, findet Jörg Neurohr. So ist nicht alles neu, sondern eben anders. Am Schulleitersein gefällt ihm die Vielseitigkeit, und „dass man die Schule mitgestalten kann und dass man seinen Beitrag leisten kann, damit die Schüler und Kollegen in einer entsprechenden Atmosphäre lernen und arbeiten können“.

Dass das Lehrersein mit nur vier Unterrichtseinheiten pro Woche dabei etwas auf der Strecke bleibt, ist der Nachteil. „Man kann aber auch als Schulleiter versuchen, möglichst nah an den Schülern dran zu sein“, findet Jörg Neurohr. Etwa durch den regen Kontakt zu den Schülervertretern. Das sei ihm wichtig und erinnert ein wenig an seinen Vorgänger. Aber: „Ich werde definitiv nicht versuchen, Herrn Schuff zu kopieren. Ich bin ein anderer Mensch, demnach ein anderer Schulleiter.“ Die Einstellung seines Vorgängers schätzt er dennoch und freut sich, eine so gut funktionierende Schule mit engagierten Kollegen vorzufinden. Darum gehe es nun auch nicht darum, in Aktionismus zu verfallen. „Hier wird ja bereits eine hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Neurohr. Darum gehe es nun vielmehr darum, sich selbst einzubringen und als Schulleiter voranzugehen. Dazu gehöre unter anderem auch die Weiterentwicklung der Digitalisierung an der Schule.