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Interview: Maren Müller, neue Geschäftsführerin im Landgestüt Zweibrücken

Interview mit Maren Müller : Neue Chefin, neues Event

Am Montag tritt die neue Landgestüts-Geschäftsführerin Maren Müller ihren Job an.

Maren Müller, ist gefühlt bereits seit sechs Wochen mit im Amt, wenn sie als Nachfolgerin von Alexander Kölsch am Montag offiziell die Stelle als neue Geschäftsführerin des Landgestüts Zweibrücken antritt. Parallel dazu organisierte sie die erste Hausmesse für ihren letzten Arbeitgeber, die Firma Werko. Der Pfälzische Merkur fragt nach ihren ersten Eindrücken im Landgestüt.

Frau Müller, Sie hatten angekündigt, ein „Praktikum“ zu absolvieren. Wie hat das ausgesehen?

Maren Müller: Ich bin seit etwa vier Wochen fast jeden Nachmittag im Gestüt und arbeite mit Herrn Kölsch die Themen durch. Bei der Pferdegala war ich vom Aufbau bis zum Abbau am Sonntag dabei. Mein Resümee: Es ist sehr spannend und einfach eine schöne Aufgabe auf die ich mich sehr freue.

Das waren gleich eine Reihe von Großereignissen. Wie schätzen Sie die Werbewirksamkeit der Großen Pferdegala ein?

Müller: Die Pferdegala war ein toller Erfolg. Eine sehr gute Show, tolles Wetter und super Stimmung in der ausverkauften Reithalle, Samstag wie Sonntag. Das Publikum war durchweg begeistert. Der SR hat die Gala gefilmt und zusammengefasst ausgestrahlt, die Zeitungen haben alle sehr positiv berichtet. Daher kann man sagen, rundum ein Erfolg mit einer sehr guten Werbewirksamkeit für unser Landgestüt.

Mit dem Bürgerfonds „Unser Landgestüt“ betreten sowohl die Stadt als auch die Landgestüt GmbH, der Sie vorstehen, neuen Boden.

Müller: Der Bürger- und Unterstützungsfonds für „Unser Landgestüt“ ist was ganz Besonderes. Mit der Auftaktveranstaltung und den fast 300 Gästen haben wir klar gezeigt, wie wichtig uns allen das Landgestüt ist und ich bin mir sicher, da gibt es noch viele weitere Stimmen in Zweibrücken, die das genau so sehen. Ziel ist es, die Zweibrücker zu erreichen, ihnen die Identifikation mit diesem historischen Erbe zu erleichtern. Sie sind herzlich eingeladen, „Unser Landgestüt“ wirklich zu erleben: Die Türen stehen jedem Interessierten offen. Am Stadtfest werden wir einen Stand haben und weiter die Werbetrommel für „Unser Landgestüt“ rühren.

Was war Ihr bislang berührendstes Erlebnis?

Müller: Es sind für mich die Menschen mit ihren Pferden. Da sieht man die Leidenschaft und die Liebe zum Pferd. Das macht ein Gestüt aus. Alle, die im Gestüt agieren, alle Personen, alle Vereine lieben das, was sie tun, das merkt man einfach.

Welches sind ihre ersten Schritte in ihrer ersten Arbeitswoche? Sie endet ja ebenfalls gleich mit dem Großen Springturnier des Reit- und Fahrvereins Zweibrücken.

Müller: Ich habe jetzt schon viele Termine und darf mich durch viele Anfragen und Infos durcharbeiten. Ich werde einen Tag in der Besamungsstation verbringen und mit meinen Mitarbeitern im Stall ihre täglichen Arbeitsabläufe durchgehen und begleiten. Das Springturnier ist genau der richtige Einstand, so komme ich direkt in die Abläufe rein. Schön ist, dass es vom Reit- und Fahrverein Zweibrücken ausgerichtet wird, das ist ja dann quasi ein Heimspiel.

Sie haben jetzt ja schon einen kleinen Überblick gewonnen. Wie sieht Ihre Vision für das Landgestüt aus?

Müller: Ich denke, ich habe schon einen guten Einblick erhalten und ich kann klar sagen: „Unser Landgestüt“ hat Zukunft. Die engagierte, freudvolle Zusammenarbeit mit den Vereinen, den Züchtern, mit der Stadt, mit dem Land, dem Bezirkstag und natürlich mit unseren Zweibrücker Bürgern – das macht „Unser Landgestüt“ stark und lebendig.

Was davon wollen Sie möglichst noch in diesem Jahr realisieren?

Müller: Klar ist, dass direkt noch Gespräche geführt werden über ein neues Event im Landgestüt – Klassik & Pferde. Das ist für dieses Jahr ein sehr sportliches Ziel, das wissen wir. Die Entscheidung dafür fällt in den nächsten Wochen.Ich werde an dem Zukunftskonzept weiter arbeiten. Ich denke, dass ich bis zum Ende des Jahres viele Gespräche geführt habe und schon einiges davon in Gang gesetzt ist.Außerdem setzen wir die anfallenden Baumaßnahmen im Gestüt um. Die Pferde erhalten einen neuen Paddock-Bereich, ein Dach ist noch zu sanieren und der Parkplatz vor der Besamungsstation bekommt ein passendes Pflaster. Damit sind Immobilie und Außenanlage dann einmal rundum saniert.