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Innenminister Lewentz warnt: Verstärkte Corona-Kontrollen am Wochenende in Rheinland-Pfalz

Mainz/Zweibrücken : Verstärkte Corona-Kontrollen am Wochenende in Rheinland-Pfalz

Am Montag treten strengere Corona-Regeln in Kraft. Wer vorher noch einmal „raus“ will, sollte mit Kontrollen rechnen. Innenminister Lewentz rät allen, besser zu Hause zu bleiben.

(dpa) Am Wochenende vor Inkrafttreten der strengeren Corona-Regeln wollen die Behörden in Rheinland-Pfalz intensiv das Einhalten der aktuellen Maßnahmen kontrollieren. Innenminister Roger Lewentz (SPD) appellierte an die Bevölkerung, bereits an diesem Wochenende möglichst zu Hause zu bleiben. Das Motto dürfe nicht heißen „Jetzt gilt’s nochmal“, erklärte der Minister.

Die Polizei werde daher schon jetzt die Kontrolldichte erhöhen und verstärkte Präsenz zeigen. Die Polizeipräsidien würden dabei durch Kräfte der Bereitschaftspolizei unterstützt. „Wir sind so präpariert, dass wir sehr intensiv kontrollieren können und auch sehr intensiv kontrollieren werden“, betonte Lewentz am Freitag.

Auch in den einzelnen Städten wollen die Behörden gezielt aufpassen. „Unser Wochenendteam wird verstärkt werden“, sagte ein Sprecher der Stadt Mainz am Freitag. „Wir sind sowieso durchgehend im Einsatz.“ Auch die Kneipen in der Landeshauptstadt würden am Wochenende im Blick behalten werden, falls die Menschen das letzte Wochenende nutzen wollten, bevor die Gaststätten vorübergehend schließen müssen.

Auch in der Westpfalz kündigte das Polizeipräsidium verstärkte Kontrollen an. „Dass die angekündigten Schließungen erst nach dem Wochenende umgesetzt werden, ist kein „Freibrief“ dafür, es bis Sonntagabend noch mal „krachen zu lassen“ und exzessiv zu feiern“, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Bei den Kontrollen stünde die Gastronomie ebenso im Fokus wie beliebte Treffpunkte im Freien oder stark besuchte Ausflugsziele. Ein Schritt in die richtige Richtung wäre auch, auf „Halloween“-Feiern zu verzichten. Wer in Gruppen von Haus zu Haus ziehe oder Gruselpartys feiere, habe die Situation nicht begriffen, betonte das Polizeipräsidium Westpfalz.

In Mainz sagte der Stadtsprecher, auch auf „Halloween“ liege ein besonderes Augenmerk. Man habe zwar dazu aufgerufen, dann nicht von Tür zu Tür zu gehen oder Streiche zu spielen. „Aber der ein oder andere wird das ignorieren“, meinte er. „Bei ,Halloween’ ist es problematisch, weil es verstärkt privat organisiert wird.“ Die Stadt Zweibrücken hat ihre „Halloween“-Veranstaltung abgesagt.

An diesem Samstag ist in Mainz ein Protest unter dem Motto „Lasst uns nicht sterben“ gegen die strengeren Corona-Regeln geplant. Die Veranstalter wollen unter anderem gegen die Schließung von Bars, Restaurants und Kultureinrichtungen demonstrieren.

01.12.2011, Rheinland-Pfalz, Enkenbach-Alsenborn: Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) besucht eine Taser-Schulung im Einsatztrainingszentrum der Polizei. Die Polizei in Rheinland-Pfalz schult ihre Beamte im Umgang mit der Waffe. Foto: Oliver Dietze/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: dpa/Oliver Dietze

Am Mittwoch hatten die Länderchefs gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strengere Kontaktbeschränkungen beschlossen. Ab Montag dürfen sich bundesweit nur noch Angehörige von höchstens zwei Hausständen treffen, insgesamt maximal zehn Menschen.

(dpa)