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Initiative fordert Fahrradbeauftragten für Zweibrücken

Pro Fahrrad : Initiative fordert Fahrradbeauftragten für Zweibrücken

Bei ihrem jüngsten Treffen hat die Initiative Pro Fahrrad ihre Wünsche für ein radlerfreundlicheres Zweibrücken diskutiert.

Um die Interessen von Radfahrern bei verkehrspolitischen Entscheidungen in Zweibrücken mehr Gehör zu verschaffen, soll in der Stadt nach Vorstellung der Bürgerinitiative (BI) Pro Fahrrad wie in Homburg ein Fahrrad-Beauftragter ernannt werden.

Der Fahrradbeauftragte sollte ehrenamtlich agieren und auch besonders bei Planungen der Baubehörden involviert sein, so dass ein sofortiges Einschreiten bei nicht fahrradgerechten Planungen möglich sei, hieß es bei der jüngsten Zusammenkunft der Initiative.

In diesem Zusammenhang wurde der sich zur Zeit im Bau befindliche Kreisel am Nagelwerk kritisiert. Für Fahrradfahrer bestünden hier viele Gefahren, auch hier seien die Radfahrer in der Planung wohl wenig berücksichtigt worden. Dies gelt es, in Zukunft besser zu machen.

Für die geforderte Position eines Fahrradbeauftragten wären noch diverse Details zu klären, zum Beispiel die Zuständigkeiten. Nützliche Tipps verspricht man sich von Gesprächen mit dem Beauftragten der Nachbarstadt.

Bei dem Treffen wurden weitere wichtige Fragen für die Entwicklung der städtischen Radwege sowie die kurzfristigen, wichtigen und vor allem machbaren Vorschläge zur Verbesserung diskutiert.

So wurde ein besonderes Augenmerk auf die Verbindungen rings um Zweibrücken zu den jeweiligen Stadtteilen gelegt: Sind die Anbindungen an die Stadtteile komplett? Wie sind die Beschilderungen? Wie sicher sind die Radwege? Gibt es Probleme des Bewuchses und der Verschmutzung?

Den Mitgliedern der BI ist klar, dass sie nicht die Einzigen in der Stadt sind, die eine qualifizierte Meinung zur Situation für Radler haben. Deshalb sind Anregungen von Dritten ausdrücklich erwünscht. „Gemeinsam mit den BürgerInnen können wir unser städtisches Fahrradnetz weiter verbessern und entwickeln“, so Klaus Fuhrmann, Mitglied der Initiative.

Einig war man sich unter den Anwesenden, dass die erarbeiteten Vorschläge, die in einem Gesamtkonzept dargestellt werden sollen, an entsprechender Stelle der Stadt beziehungsweise dem Stadtrat vorgelegt werden sollen, so dass eine fruchtbare Diskussion über die Machbarkeit stattfinden kann.

„Wir müssen hin zu mehr Akzeptanz der Änderung der gesamten Mobilität“ sagte Norbert Pohlmann. „Fußgänger und Fahrradfahrer sind im Straßenverkehr mit gleicher Priorität zu behandeln wie Fahrzeuge!“

Wünschenswert für die weitere Zukunft wäre nach Einschätzung der BI eine Infotafel für Fahrrad-Touristen im Zentrum der Stadt, zum Beispiel an Bahnhof, Schloss oder Herzogsplatz. Auch ein Fahrsicherheits-Training für ältere Radler wurde vorgeschlagen.

Mitmachen will die Bürgerinitiative schließlich bei der Aktion „ Stadtradeln“. Stadtradeln ist eine Initiative der Stadt Zweibrücken. Vier Infostände in der Fußgängerzone sind geplant im August und September. Die Initiative Pro Fahrrad wird diese Stände, die jeweils an einem Samstagmorgen aufgebaut werden, mit ihren Mitgliedern besetzen um Fragen zu beantworten.

Wer Kontakt zu Pro Fahrrad aufnehmen will, kann eine Email an die Adresse pro_fahrrad_initiative_ZW@gmx.net schicken.