1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Indra Böttcher gewinnt Stadtentscheid im Vorlesen

Indra Böttcher gewinnt Stadtentscheid im Vorlesen

Eine schwierige Entscheidung musste gestern die Jury beim Zweibrücker Stadtentscheid im Vorlesewettbewerb treffen. Nur einer von fünf sehr guten Sechstklässlern konnte gewinnen – am Ende war es Indra Böttcher.

"Ich bin froh, dass ich nicht mehr in der Jury sitzen muss!", sagte Bürgermeister Rolf Franzen in seiner Begrüßung zum Stadtentscheid im Vorlesen. Die besten Leser aus den sechsten Klassenstufen der Zweibrücker Schulen hatten sich gestern Nachmittag in der Jugendbücherei versammelt, um den Sieger für die Stadt Zweibrücken zu ermitteln. Und wie bereits von Franzen angedeutet, sollte es nicht einfach für die Jury werden.

In zwei Runden mussten sich die Sechstklässler beweisen. Jeweils drei Minuten hatten sie, um die Jury von ihrem Können zu überzeugen. Im ersten Durchlauf zunächst mit einem mitgebrachten Buch, bevor es in Runde zwei ein fremder Text sein sollte.

Zum ersten Mal nahmen auch die beiden Sieger der Canadaschule, Laura Backes, und der Schiller-Schule, Marcel Hunsicker, an dem Vorentscheid teil, trotz ihrer bereits sicheren Teilnahme am Kreisentscheid.

Laura Backes hatte sich für die freie Runde "Dork Diaries - Nikki als (nicht ganz so) graziöse Eisprinzessin" von Rachel Russell ausgesucht, und Marcel Hunsicker las aus "Rettet den Pharao" von Reneé Holle vor.

Für den anschließenden unbekannten Text hatten ihre Lehrer "Als Oma seltsam wurde" ausgesucht, was beide, wie auch den bekannten Text, gut vortrugen.

Weiter ging es mit Isabelle Halilovic vom Hofenfels-Gymnasium, die ihre kranke Mitschülerin Sarah Lutz vertrat. Mit einer beeindruckend guten Betonung einer Textpassage aus "Immer diese Eltern" von Thomas Brezina machte sie es ihren Mitstreitern nicht einfach. Aber Indra Böttcher vom Helmholtz-Gymnasium mit einem Ausschnitt aus "Silber" von Kerstin Gier und Mailin Klein von der Herzog-Wolfgang-Realschule mit "Der Wald der Abenteuer" von Jürgen Banscherus überzeugten in der ersten Runde.

Die Entscheidung sollte mit "Mittwochtage" von Sylvia Heinlein fallen: "Alle drei waren extrem gut und das Urteil war schwierig. Am Ende war Indra Böttcher einen Tick sicherer bei dem fremden Text", so Jurorin Martina Denzer von Thalia.