1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

In Mittelbach lässt sich's tierisch gut leben

In Mittelbach lässt sich's tierisch gut leben

Mittelbach ist der südlichste Stadtteil von Zweibrücken, wobei von "Stadtteil" in dem ländlichen Örtchen nicht wirklich etwas zu spüren ist. Gemeinsam mit Hengstbach wohnen in Mittelbach-Hengstbach zusammen über 1000 Einwohner. "Es ist ländlich und im Kernzentrum kennt sich jeder", beschreibt Andreas Sonntag, gemütlich bei einer Tasse Kaffee in der heimischen Küche. Andreas Sonntag zog vor 26 Jahren nach Mittelbach in das Elternhaus seiner Frau Anja Sonntag. Zuvor wohnte er Bubenhausen. Damals ist er schnell in seinem neuen Wohnort angekommen. "Geht man in Vereine, ist die Integration in einem Dorf schnell geschafft", weiß er aus eigener Erfahrung. Er selbst wechselte damals vom Bubenhauser Kaninchenzuchtverein in den nach Mittelbach, nachdem ihm die örtliche Bäckerin ein paar Mal darauf angesprochen hatte. Diesen Rat befolgte er, und so dauerte es nicht lange, bis er auch mit seinem Hobby, der Kaninchenzucht, im neuen Ort ankam. Der Verein trifft sich einmal im Monat. Dann werden die unterschiedlichsten Themen in Bezug auf die Tiere besprochen. Der Kaninchenzucht, die er von Kindesbeinen an lernte, geht Andreas Sonntag auch heute noch nach. So befinden sich im Garten hinter dem Haus die Ställe der Kaninchen . Circa 50 Tiere leben derzeit dort. Vor Weihnachten wird sich dieser Bestand noch mal um fast die Hälfte reduzieren, erklärt Sonntag. Nicht als Weihnachtsgeschenke, sondern als Hasenbraten. Wer glaubt, ein Kaninchenzüchter züchtet nur der schönen Kaninchen wegen, der irrt. Tatsächlich hat diese schon seit jeher einen wirtschaftlichen Nutzen, erklärt Andreas Sonntag. Aber auch bei ihm gibt es Muttertiere, die in seinen Ställen alt werden dürfen. Damit es allen an nichts fehlt, werden die Tiere gut gepflegt und bekommen Biofutter. Und was hält die Ehefrau von den vielen Kaninchen ? Anja Sonntag grinst, und witzelt: "Ich sage immer, die Hasen waren ja vor mir da, die haben die Urrechte." Tatsächlich war es nie ein Thema für sie. Die Kaninchen sind nicht die einzigen Tiere, die im Hause Sonntag wohnen. Auch Rüde Berry ist hier zuhause. Im Gegensatz zu den Kaninchen darf er aber im Haus leben und schlummert zum Teil müde auf dem Küchenboden oder wie gerade mit den beiden Vorderpfoten auf dem Schoß von Frauchen. Dass ein echter Jagdhund in ihm steckt, ist Berry in diesem Moment nicht anzumerken. "Das ändert sich, sobald ich mein grünes Outfit anziehe, dann reißt er das Haus ab", erzählt Andreas Sonntag. Berry ist nämlich nicht nur von der Rasse her ein Jagdhund, sondern auch tatsächlich darin ausgebildet. "Ich wollte schon immer einen Jagdhund von der Rasse her", erklärt Andreas Sonntag. Als der Familienhund, den sie zuvor hatten, verstarb, und er sich mit der Rasse intensiv befasste, stellte Sonntag fest: "Der Jagdschein muss her." Und so ergab es sich, dass der Jagdschein zum Hund kam, und nicht umgekehrt. Etwa ein halbes Jahr lang befand sich auch Hund Berry in Ausbildung. Dafür fuhren die beiden mehrmals in der Woche am Abend zur Ausbildung in die Vorderpfalz. "Das kostete - Zeit und Geduld." Heute ist Berry für Andreas Sonntag ein unverzichtbarer Begleiter auf der Jagd. Und doch kann er unterscheiden. Die Tiere, die das Zuhause mit ihm teilen, und die, die ihm auf der Jagd begegnen. Die Kaninchen und die Hühner, die ebenfalls im Garten wohnen, gehören für ihn dazu und werden nicht gejagt. Und auch mit Gans "Martina", die sich im Garten frei bewegen darf, hat er Freundschaft geschlossen. Aber wie sind Sonntags denn eigentlich auf die Gans gekommen? Anja und Andreas Sonntag lachen. Die Gans hat ihr heute 25 Jahre alter Sohn in der Grundschule an St. Martin gewonnen. "Seit er sie gelost hat, läuft sie bei uns im Garten rum", erzählt Anja Sonntag. Martina hieß dann zunächst Martin, bis sie zum ersten Mal Eier legte. Um die 25 Jahre alt kann eine Gans werden. Martina hat also noch ein paar Jahre Zeit, im Garten zu schnattern. Python und Krokodile

Mittelbach ist der südlichste Stadtteil von Zweibrücken, wobei von "Stadtteil" in dem ländlichen Örtchen nicht wirklich etwas zu spüren ist. Gemeinsam mit Hengstbach wohnen in Mittelbach-Hengstbach zusammen über 1000 Einwohner. "Es ist ländlich und im Kernzentrum kennt sich jeder", beschreibt Andreas Sonntag, gemütlich bei einer Tasse Kaffee in der heimischen Küche.

Andreas Sonntag zog vor 26 Jahren nach Mittelbach in das Elternhaus seiner Frau Anja Sonntag. Zuvor wohnte er Bubenhausen. Damals ist er schnell in seinem neuen Wohnort angekommen. "Geht man in Vereine, ist die Integration in einem Dorf schnell geschafft", weiß er aus eigener Erfahrung. Er selbst wechselte damals vom Bubenhauser Kaninchenzuchtverein in den nach Mittelbach, nachdem ihm die örtliche Bäckerin ein paar Mal darauf angesprochen hatte. Diesen Rat befolgte er, und so dauerte es nicht lange, bis er auch mit seinem Hobby, der Kaninchenzucht, im neuen Ort ankam. Der Verein trifft sich einmal im Monat. Dann werden die unterschiedlichsten Themen in Bezug auf die Tiere besprochen.

Der Kaninchenzucht, die er von Kindesbeinen an lernte, geht Andreas Sonntag auch heute noch nach. So befinden sich im Garten hinter dem Haus die Ställe der Kaninchen . Circa 50 Tiere leben derzeit dort. Vor Weihnachten wird sich dieser Bestand noch mal um fast die Hälfte reduzieren, erklärt Sonntag. Nicht als Weihnachtsgeschenke, sondern als Hasenbraten. Wer glaubt, ein Kaninchenzüchter züchtet nur der schönen Kaninchen wegen, der irrt. Tatsächlich hat diese schon seit jeher einen wirtschaftlichen Nutzen, erklärt Andreas Sonntag. Aber auch bei ihm gibt es Muttertiere, die in seinen Ställen alt werden dürfen. Damit es allen an nichts fehlt, werden die Tiere gut gepflegt und bekommen Biofutter.

Und was hält die Ehefrau von den vielen Kaninchen ? Anja Sonntag grinst, und witzelt: "Ich sage immer, die Hasen waren ja vor mir da, die haben die Urrechte." Tatsächlich war es nie ein Thema für sie. Die Kaninchen sind nicht die einzigen Tiere, die im Hause Sonntag wohnen. Auch Rüde Berry ist hier zuhause. Im Gegensatz zu den Kaninchen darf er aber im Haus leben und schlummert zum Teil müde auf dem Küchenboden oder wie gerade mit den beiden Vorderpfoten auf dem Schoß von Frauchen. Dass ein echter Jagdhund in ihm steckt, ist Berry in diesem Moment nicht anzumerken. "Das ändert sich, sobald ich mein grünes Outfit anziehe, dann reißt er das Haus ab", erzählt Andreas Sonntag. Berry ist nämlich nicht nur von der Rasse her ein Jagdhund, sondern auch tatsächlich darin ausgebildet. "Ich wollte schon immer einen Jagdhund von der Rasse her", erklärt Andreas Sonntag. Als der Familienhund, den sie zuvor hatten, verstarb, und er sich mit der Rasse intensiv befasste, stellte Sonntag fest: "Der Jagdschein muss her." Und so ergab es sich, dass der Jagdschein zum Hund kam, und nicht umgekehrt. Etwa ein halbes Jahr lang befand sich auch Hund Berry in Ausbildung. Dafür fuhren die beiden mehrmals in der Woche am Abend zur Ausbildung in die Vorderpfalz. "Das kostete - Zeit und Geduld."

Heute ist Berry für Andreas Sonntag ein unverzichtbarer Begleiter auf der Jagd. Und doch kann er unterscheiden. Die Tiere, die das Zuhause mit ihm teilen, und die, die ihm auf der Jagd begegnen. Die Kaninchen und die Hühner, die ebenfalls im Garten wohnen, gehören für ihn dazu und werden nicht gejagt. Und auch mit Gans "Martina", die sich im Garten frei bewegen darf, hat er Freundschaft geschlossen. Aber wie sind Sonntags denn eigentlich auf die Gans gekommen? Anja und Andreas Sonntag lachen. Die Gans hat ihr heute 25 Jahre alter Sohn in der Grundschule an St. Martin gewonnen. "Seit er sie gelost hat, läuft sie bei uns im Garten rum", erzählt Anja Sonntag. Martina hieß dann zunächst Martin, bis sie zum ersten Mal Eier legte. Um die 25 Jahre alt kann eine Gans werden. Martina hat also noch ein paar Jahre Zeit, im Garten zu schnattern.
Python und Krokodile

Andreas Sonntag mit Hund Berry. Im Hintergrund watschelt Gans Martina. Foto: Nadine Lang Foto: Nadine Lang
Malerische Giebel, mit wildem Wein begrünt. Foto: Jörg Jacobi/pmz Foto: Jörg Jacobi/pmz

Tierisch viel los ist in Mittelbach auch bei Pascal Ziegler. Als Kind zog er Frösche groß, doch irgendwann faszinierte ihn mehr. Und so ist es heute eben eine Python und eine Klapperschlange, die in den Terrarien sitzen. Was ist denn so faszinierend an den Tieren? Pascal Ziegler überlegt kurz. Im Prinzip alles, findet er und erzählt ein wenig über die unterschiedlichsten Tierarten. Woher weiß man das denn alles? Als Antwort zeigt er auf ein langes Bücherregal voll mit Fachliteratur. Dann zieht er einen Flyer aus dem Regal. Er sei sogar Vorstandsmitglied. "Die Arbeitsgemeinschaft Krokodile der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e. V." steht auf dem Flyer. Krokodile ? Hier in Mittelbach!? Pascal Ziegler grinst wieder. Aktuell nicht. Die letzten beiden haben einen Zweikampf nicht überlebt. Aber im nächsten Jahr soll in das 14 Quadratmeter große Terrarium wieder eines einziehen. "Das sind die besten Tiere, die man haben kann", erzählt er. Die Nachbarn kennen ihn mittlerweile dafür und wissen, dass er seine Terrarien sichert, fährt er fort.

Die Nachbarn kennen ihn aber auch in einer anderen Rolle: Pascal Ziegler ist nämlich der Nikolaus von Mittelbach. Jedes Jahr zum Weihnachtsmarkt schlüpft er in diese Rolle und verteilt die kleinen Präsente an die Kinder, die zuvor ein Lied singen oder ein Gedicht aufsagen dürfen. "Ich bin vor Jahren kurzfristig gefragt worden und dann dachte ich mir, warum nicht", erklärt er. "Es ist schön für die Kinder", und ihm selbst mache es ja auch Spaß.

Ob es damals am Bart lag, ist heute schwer zu sagen, jedenfalls sind seither schon so einige Weihnachtsmärkte vergangen, in denen Pascal Ziegler immer wieder als Nikolaus unterwegs war. Und ist er jemals von einem Kind erkannt worden? "Bisher nicht", sagt er lächelnd. Selbst die Kinder von Bekannten hätten ihn nicht im Nikolausgewand erkannt.

mittelbach-hengstbach.de