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Immer mehr Zweibrücker spenden für Flüchtlinge

Immer mehr Zweibrücker spenden für Flüchtlinge

Seit bekannt wurde, dass die Reinigung Nowak in der Poststraße (Ecke Hauptstraße) Spenden für Flüchtlinge entgegennimmt (wir berichteten), gibt es für Bozena Nowak keine ruhige Minute mehr. "Jeden Tag, jede Stunde, ja manchmal noch öfter, erhalte ich Anfragen und die Leute bringen Sachen vorbei", erzählt Nowak. Neuer Sammel-Raum gesucht

Seit bekannt wurde, dass die Reinigung Nowak in der Poststraße (Ecke Hauptstraße) Spenden für Flüchtlinge entgegennimmt (wir berichteten), gibt es für Bozena Nowak keine ruhige Minute mehr. "Jeden Tag, jede Stunde, ja manchmal noch öfter, erhalte ich Anfragen und die Leute bringen Sachen vorbei", erzählt Nowak.

Neuer Sammel-Raum gesucht

Die große Spendenbereitschaft der Zweibrücker Bevölkerung, den Flüchtlingen konkret unter die Arme zu greifen, sieht man deutlich: Überall stehen in der Reinigung vollgepackte Kisten und blaue Plastiksäcke mit Kleidern, Geschirr, Decken, Wäsche und Kinderspielsachen herum. Derzeit ist die vom städtischen Ordnungsamt genehmigte Sammelstelle bis Ende August befristet und die große Frage bleibt: Wohin danach mit all den Sachen? "Ich wollte ja anfänglich sammeln, reinigen und sortieren, doch wegen der großen Mengen der Spenden komme ich vorläufig noch nicht dazu", sagt Bozena Nowak weiter.

Gesucht wird dringend ein Raum, wo die Spenden nicht nur geordnet und gelagert werden können, sondern wo zukünftig auch eine geregelte Ausgabe an die Flüchtlingsfamilien stattfinden kann.

Das Patennetzwerk, das vom Beirat für Migration und Integration der Stadt Zweibrücken initiiert und koordiniert wird, hat in seiner letzten Sitzung über den Charakter der Spenden und vor allem der kostenfreien Ausgabe beraten: Spenden für Flüchtlinge sollen ausschließlich diesen und ohne Kostenbeitrag zur Verfügung gestellt werden.

Die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung gegenüber der steigenden Zahl von Flüchtlingen, die auch Zweibrücken zugewiesen werden, zeigt sich auch an der Zunahme von Menschen aller Altersgruppen, die sich dem Patennetzwerk anschließen.

Auch Hochschüler helfen

Große Verbreitung erfuhr der Aufruf zu Spenden für Flüchtlinge in den sozialen Netzwerken wie Facebook - und auch besonders junge Menschen wollen sich engagieren. An der Zweibrücker Hochschule laufen bereits die ersten Vorbereitungen, um konkrete Hilfe zu organisieren.

beiratfuermigrationundinte-

gration.zweibruecken.de