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Im Rechenbachtal wird bald gebaut

Im Rechenbachtal wird bald gebaut

Die Erweiterung der Deponie und die Kläranlage sind die großen Posten im Investitionsplan des Umwelt- und Servicebetriebs für 2017. Darüber hinaus stehen Straßenbau, Abwasserkanäle und Müllabfuhr im Plan.

"Sobald das Wetter es zulässt, wollen wir mit den Arbeiten beginnen", hat der Vorstandsvorsitzende des Umwelt- und Servicebetriebs Zweibrücken (UBZ), Werner Boßlet, die Erweiterung der Deponie im Rechenbachtal im Blick. In wenigen Wochen endet die Ausschreibung. "Dann wissen wir auch, wie viel der erste Bauabschnitt kosten wird." Der UBZ hat im Investitionsplan fünf Millionen Euro dafür eingestellt.

Das Oberverwaltungsgericht hat dem Antrag auf Erweiterung der Deponie "in allen Punkten zugestimmt", wie Boßlet wiederholt (wir berichteten). Mit der Erweiterung biete der Umweltbetrieb den Bürgern der Stadt und des Umlands langfristig Entsorgungssicherheit. Die derzeitige Fläche von 18,9 Hektar sei nahezu verfüllt. Bei der durchschnittlichen Müllmenge der letzten Jahre reicht die Deponiefläche noch zwei Jahre. "Wenn sich aber ein größerer Betrieb ansiedelt und Boden angeliefert wird, könnte es schon eng werden", sagt Boßlet. Deshalb strebe der UBZ an, den ersten Bauabschnitt noch in diesem Jahr abzuschließen. "Aber das hängt auch vom Wetter ab." Der zweite Bauabschnitt werde in den nächsten Jahren folgen, kündigt der UBZ-Chef an.

In Sachen Abfallwirtschaft wird es bei der Müllabfuhr eine große Änderung geben (wir berichteten), doch schon in diesem Jahr seien Investitionen erforderlich, sagt Boßlet. 700 000 Euro sind für neue Restmüll- und Biotonnen sowie für die Lesegeräte der Identsysteme der Müllfahrzeuge eingeplant. Die Kalkulation der Müllgebühr sei noch nicht abgeschlossen. "Das dauert bis Mitte des Jahres." Doch schon vorher werden die Grundstücksbesitzer in nächster Zeit angeschrieben, informiert und abgefragt.

Der zweite große Posten ist die Kläranlage. Rund 1,8 Millionen Euro werden nach Angaben Boßlets in diesem Jahr in die Anlage investiert. Damit wird ein neues Belüftungssystem installiert und das Blockheizkraftwerk erneuert. Der UBZ strebt an, dass die Kläranlage in fünf Jahren "energieneutral" betrieben werden kann.

Der Umwelt- und Servicebetrieb ist auch in den Straßenbau eingebunden. Nach Einführung der wiederkehrenden Beiträge soll in diesem Jahr mit dem Ausbau der Straßen begonnen werden. Memel- und Tilsitstraße stehen als Erstes auf dem Plan. Mit dem Bau des Überfliegers in der Gottlieb-Daimler-Straße werde in diesem Jahr begonnen. "Eventuell wird die Maßnahme des Bundes auch in diesem Jahr noch abgeschlossen", sagt Boßlet.

Die Deponie im Rechenbachtal wird für mehrere Millionen Euro vom UBZ erweitert. Doch lohnt sich diese Investition für den Umweltbetrieb, verdient er mit dem Müll gutes Geld. In wenigen Wochen endet die Ausschreibung für die Erweiterungsarbeiten, erklärt UBZ-Chef Werner Boßlet. Foto: pma/thw Foto: pma/thw

Der UBZ investiert auch regelmäßig in die Abwasserkanäle. Im Durchschnitt drei, vier Millionen Euro. "Dafür haben die Bürger dann ein funktionierendes Netz", stellt Boßlet fest. Für den Kanal des Neubaugebiets in Rimschweiler sei eine halbe Million Euro eingeplant. "Ob in diesem Jahr das Gebiet noch erschlossen wird, hängt vom Fortschritt des Umlegungsverfahrens ab."