Im neuen Haus angekommen

Die mögliche Fusion der VR-Banken Pirmasens und Südwestpfalz rückt näher. Im Juni des kommenden Jahres entscheidet die Vertreterversammlung darüber, die Leitung der Gespräche wurde Paul Heim federführend übertragen.

Als Wirtschaftsprüfer des Genossenschaftsverbands kannte Paul Heim die VR-Bank Südwestpfalz schon viele Jahre. Und auch für den Vorstand der Genossenschaftsbank war Heim "kein Unbekannter", wie der Vorstandsvorsitzende Arno Hügel sagt. Auch der Aufsichtsrat hatte keine Bedenken, Paul Heim, zum 1. Januar 2015 als Generalbevollmächtigten und ab dem 1. Juli 2016 als Vorstandsvorsitzenden einzustellen. Ende Juni scheidet der jetzige Vorstandsvorsitzende aus (wir berichteten). "Das gibt dann einen nahtlosen Übergang", sagt Hügel.

"Das war eine gute Entscheidung", sagt Heim nach einem halben Jahr bei dem Geldinstitut mit den Hauptstellen in Zweibrücken und Rodalben. "Ich wurde von den Kollegen gut aufgenommen und fühle mich wohl." Der 50-jährige Bankkaufmann hat an der Universität Saarbrücken Betriebswirtschaft studiert. Mit der Familie wohnt der Diplomkaufmann in Wachenheim. Als Wirtschaftsprüfer des Genossenschaftsverbands war Heim für das Saarland und Rheinland-Pfalz zuständig.

"Früher prüfte ich Kredite im Nachhinein. Jetzt entscheide ich über Dinge in die Zukunft", nennt Heim den Wechsel vom Prüfer ins operative Geschäft. Wobei Heim wie Hügel die VR-Bank in erster Linie nach außen vertritt und für die Öffentlichkeit, Marketing, Personal und Markt. Mitvorstand bleibt Lutz Vehrenberg.

Das Vertrauen des Vorstands zu Heim zeigt sich darin, dass Heim die Fusions-Gespräche mit der VR-Bank Pirmasens "federführend" übertragen wurde. "Da geht es um eine zukunftsweisende Entscheidung", betont Hügel. Im Juni des kommenden Jahres entscheidet die Vertreterversammlung über die Fusion. Dreiviertel der Vertreter müssen zustimmen. Wobei Hügel schon bei der diesjährigen Mitgliederversammlung erklärt hat, dass "Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gehe. Die "Sinnhaftigkeit" des Zusammenschlusses der beiden in etwa gleichgroßen Genossenschaftsbanken in der Südwestpfalz stehe außer Frage. Die Gespräche zwischen den Partner "auf Augenhöhe" liefen auch gut. "Aber es gibt immer noch offene Fragen." Wie nach dem künftigen Namen oder dem oder den Hauptsitzen. Dazu möchte Heim während der Gespräche nichts sagen. Zur VR-Bank Südwestpfalz schon. "Das ist ein gutes Haus mit guten Kennzahlen." Und da sei es sein Bestreben, dass das so bleibt. Heim bekennt sich auch zum System der Genossenschaftsbank. "Die Genossenschaftsbanken sind Banken der Region. Wir machen Geschäfte mit den Menschen vor Ort. Wir leben mit den Menschen vor Ort." Das könnten Großbanken ihren Kunden nicht anbieten. Diese Stärke helfe auch, um Finanzkrisen besser zu bewältigen.