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Homburger Straße in Zweibrücken: Staus durch Baustelle bei John Deere

Homburger Straße in Zweibrücken : Jetzt behindert auch noch Baustelle bei John Deere den Verkehr

Grund ist ein Kran für eine Dachsanierung. Kritik gibt es zudem wegen der Baustelle für die Logistikhalle, hier ist aber eine Verbesserung in Arbeit.

Bei den Autofahrern in Zweibrücken ist derzeit jede Menge Geduld gefragt. Mehrere Baustellen auch in zentralen Straßen wie der Alten Ixheimer Straße oder der Kaiserstraße verunmögliche oder erschweren das Durchkommen und sorgen mitunter für einiges an Mehrfahrtzeit. Seit Ende Juli ist eine weitere Verkehrsbehinderung auf einer Zweibrücker Hauptverkehrsschlagader in der Homburger Straße hinzugekommen.

Grund ist eine Dachsanierung bei John Deere, bestätigt der Landmaschinenhersteller auf Merkur-Anfrage. Durch den Kran, der dafür benötigt wird, ist eine Fahrspur in der Homburger Straße aus Richtung Einöd kommend gesperrt. Mithilfe eine Ampelschaltung wird der Verkehr am Hindernis vorbeigelenkt – doch dabei kommt es gerade zu Stoßzeiten zu Staus in beiden Fahrtrichtungen, die teilweise bis zur Kreuzung in Ernstweiler oder bis nach Einöd reichen. Noch bis Ende September sollen die Dachsanierungsarbeiten planmäßig andauern, wie John Deere mitteilt.

Grund zum Ärgern sehen etliche Bürger aber auch nur wenige Meter weiter am neu entstehenden riesigen Lagerlogistikzentrum, das ebenfalls für John Deere gebaut wird. Vor wenigen Tagen gab es auch dazu eine intensive Facebook-Diskussion. Einige Bürger beklagten, dass der Fahrrad- und Fußgängerweg vor dem Lagerlogistikzentrum durch Laster und Baustellenfahrzeuge behindert werde und dadurch gefährliche Situationen entstehen. „Hier entstehen tagtäglich gefährliche Situationen für Radfahrer, weil man sich vorne an der Halle mit den zuliefernden Lkw’s auf den Radfahrweg stellen muss zum Abladen. Man braucht ja nicht zu erwähnen, dass hier auch viele Kinder fahren – es sind Ferien. Die Radfahrer müssen dann auf die Straße ausweichen, auf der es sowieso verengt ist wegen Dauerstau“, schreibt eine Facebook-Nutzerin, die ein Foto von der Situation gemacht hat und ein anderer Bürger pflichtet ihr bei: „Obwohl so ein Umbau eigentlich eine positive Entwicklung in ZW widerspiegelt, muss ich Ihnen in einem Punkt leider Recht geben: Der vielbefahrene Radweg entlang der Straße nach Homburg wird von den Baufirmen als Lkw-Rangierfläche und Parkplatz benutzt und was sich dort zeitweise abspielt sind unverantwortliche Gefährdungen von Verkehrsteilnehmern, insbesondere Radfahrern, inclusive hochgradiger, strafrechtlicher Nötigungen. Es ist unverantwortlich und rücksichtslos, dass hier eine öffentliche Verkehrsfläche ohne Ausschilderung und Anmeldung quasi okkupiert wird.“

Jörg Glowick, Manager Maintenance & Facilities bei John Deere, sagte am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung, dass das Sicherheitskonzept zuvor mit der Stadt besprochen worden sei und es im Zuge der Arbeiten eben auch zu Anlieferungen durch Laster komme. „Wir sind natürlich bestrebt, uns die Situation nochmals anzusehen und mit der Stadt nochmals zu besprechen, wenn es Sicherheitslücken gibt.“ Wie man diese Sicherheitslücke lösen wolle, etwa mit einer Beschilderung, werde intern geprüft – nähere Auskünfte hierzu seien deshalb noch nicht möglich. Das Bauvorhaben sei aber, so Glowick, im Zeitplan: „Das Lagerlogistikzentrum wird im Oktober in Betrieb gehen.“