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Hofenfels-Gymnasium Zweibrücken: Werner Schuff geht in Ruhestand

Heute Verabschiedung : Ende einer Dienstzeit

Werner Schuff, Leiter des Hofenfels-Gymnasiums, verabschiedet sich in den Ruhestand.

„Ich war immer gerne Lehrer und bin jeden Tag gerne in die Schule gekommen“, erklärt der Leiter des Zweibrücker Hofenfels-Gymnasiums, Werner Schuff. An diesem Mittwoch endet mit der Verabschiedung für den 62-Jährigen die Schulzeit. Die letzten 13 Jahre leitete der in Kaiserslautern lebende Mathematik- und Physiklehrer das Gymnasium. „Das war eine angenehme Zeit mit offenen und hilfsbereiten Kollegen.“ Deshalb habe er den Wechsel vom Gymnasium in Landstuhl, in dem er stellvertretender Schulleiter war, nach Zweibrücken nie bereut.

Es sei eine „Zäsur“ meint Schuff nach fast vier Jahrzehnten im Schuldienst. Nach dem Abitur, der Bundeswehr hat dem Lehramtsstudium in Kaiserslautern folgte 1981 bis 1983 das Referendariat in Speyer bevor er für zehn Jahre nach Lilienthal bei Bremen wechselte. Danach kehrte er in die Pfalz zurück.

In den fast 40 Jahren habe sich vieles verändert, sagt Schuff im Rückblick. Angefangen von der Lehrerausbildung mit dem Bachelor/Masterabschluss. Dem größeren Praxisbezug während des Studiums bei gleichzeitiger Verkürzung des Referendariats. Der Verkürzung der Schulzeit von 13 auf zwölfeinhalb Jahre. „Das ist aber immer noch besser als ein G 8“, merkt Schuff dazu an. Oder den vor drei Jahren eingeführten zentralen Abituraufgaben in  Rheinland-Pfalz. „Damit ist das Land einen vernünftigen Weg gegangen.“ Auch weil die Fachlehrer noch einen Teil der Aufgaben stellen.

Eine immense Änderung sei die Entwicklung der Informationstechnik im Unterricht. „Daran hat vor 40 Jahren noch niemand gedacht.“ Auch wenn er während des Studiums in Praktika Studenten das Programmieren beigebracht habe. Inzwischen seien Computer, Tablets oder Smartphones nicht mehr wegzudenken. Das sei „Fluch und Segen“ zugleich, meint der Mathematik- und Physiklehrer. Deshalb mahnt er die neuen Techniken „wohldosiert“ einzusetzen. „In der Oberstufe sind die Geräte unverzichtbar.“ In den fünften und sechsten Klassen sollten die Schüler erst lesen, schreiben und rechnen lernen.

Die Schule müsse sich dem stellen und dürfe nicht vergangenen Zeiten anhängen, empfiehlt Schuff. Zum Abschied warnt er noch vor dem Wehklagen über die Jugend. Ansonsten möchte er sich zum Abschied keine Ratschläge geben. Über seine Zukunft macht er sich „keine Sorgen, dass er in ein tiefes Loch fällt“.

Werner Schuff wird am heutigen Mittwoch um 11.15 Uhr in der Aula des Hofenfels-Gymnasiums offiziell verabschiedet.