Abi 24 in Zweibrücken „Nutzt diese Möglichkeiten, bleibt, werdet glücklich.“

Zweibrücken · Das Hofenfels-Gymnasium hat am Freitag 75 Abiturientinnen und Abiturienten verabschiedet.

 Die Abiturienten des Hofenfels-Gymnasiums.

Die Abiturienten des Hofenfels-Gymnasiums.

Foto: Elisabeth Heil

75 junge Männer und Frauen sind dieses Jahr am Zweibrücker Hofenfels-Gymnasium zum mündlichen Abitur angetreten und alle haben bestanden. „Das hat man nicht jedes Jahr“, freut sich Oberstufenleiterin Christine Orf. „Noch dazu mit so tollen Noten“, wie Schulleiter Jörg Neurohr in seiner Begrüßungsrede am Freitagvormittag in der Aula des HFG betonte: „Das spricht wirklich für euren Jahrgang. Gleich drei haben mit 1,0 abgeschlossen, 21 haben die eins vorm Komma und insgesamt liegt der Schnitt bei 1,9. Das ist beachtlich.“

Über diesen Erfolg seien all zurecht sehr glücklich und so erinnerte der Schulleiter an den internationalen Tag des Glücks am 20. März, ein Datum, das sich für die Verabschiedung ebenfalls sehr gut geeignet hätte, wie Jörg Neurohr anmerkte. „Doch was ist Glück überhaupt und was macht uns glücklich?“, fragte er und gab zugleich eine Vielzahl an Definitionen und Erkenntnissen. Dass es zum Beispiel eine genetische Komponente gebe, die uns über die Serotonin-Konzentration in den Zellen das Glück mehr oder eben auch weniger spüren lasse. Oder dass Geld und Reichtum ab einer gewissen Höhe uns kaum noch glücklicher machen würden, dafür aber, wenn wir unser Geld mit anderen teilten. „Die nachhaltigste und größte Wirkung auf den Glückszustand haben aber laut Glücksforschung Beziehungen, ein stabiles soziales Umfeld, Zuneigung und Liebe. Wer sich angenommen fühlt, meistert schwierige Situationen besser“, erklärte Neurohr und verwies auf eine aktuelle Studie, die den skandinavischen Ländern das größte Glück bescheinigte. „Die liegen hier ganz vorne, während Deutschland weiter auf Platz 24 abgerutscht ist. Daran müsst ihr arbeiten, dass das besser wird“, gab er seinen Abiturientinnen und Abiturienten mit auf den Weg.

Auch dass sie ihr Glück selbst in die Hand nehmen können und dass Bildung ein weiter Schlüssel für eine glückliche Zukunft sei. „Hier wären wir auch schon bei der Frage, die ihr euch sicher auch schon gestellt habt: Wofür brauche ich das alles? Ich sage euch: Eure hier und im Elternhaus erworbene Bildung, eure Einstellungen und Werte geben euch die Ressourcen, die Möglichkeiten und die innere Freiheit, in einer komplizierten Welt mit großen Herausforderungen und einer spannenden Zukunft – eurer Zukunft – das Richtige zu tun und verantwortungsvoll die richtigen Entscheidungen für euch und die Gesellschaft zu treffen. Nutzt diese Möglichkeiten, bleibt, werdet glücklich.“

Ellen Müller und Ulrike Pleger, die beiden Jahrgangsstufen-Koordinatorinnen, hatten ihre Rede in ein kleines Theaterstück verpackt und so ließen sie die Gäste während eines Brainstormings an der Entstehung ihrer Abituransprache teilhaben; in der sie ihren Schülerinnen und Schülern Mut wünschten, ihren eigenen Weg zu gehen; ihnen aber auch für die gemeinsame Zeit dankten, in der sie an ihrem Leben teilhaben durften – „und für die vielen schönen Momente.“

Revue passieren ließen die beiden Abiturienten Janis Schwarz und Johannes Weber ihre Schulzeit am HFG, insbesondere die Oberstufenzeit. Vieles gab es zu berichten, zum Beispiel zu den Kursfahrten. „Der Deutsch-LK fuhr nach München, die Bio,-Erkunde- und Englisch- LKs nach Rimini, der Latein-LK durfte als einziger Kurs nach Rom fliegen und währenddessen quälte sich der Mathematik-LK auf einer 13-stündigen Kursfahrt nach Prag“, erzählten sie.

Darüber hinaus gab es immer wieder viele Veranstaltungen zu organisieren, um die Abikasse aufzubessern. Stellvertretend nannten die beiden Schüler die Teilnahme an Stadtfesten in Blieskastel und Zweibrücken oder die Organisation des Kleinkunstabends. „Gerade beim letzteren haben wir sehr viel Zeit, Nerven und Herzblut reingesteckt. Die Erfahrungen, die wir hier als Jahrgangstufe gesammelt haben, kann nichts und niemand überbieten. Danke dafür!“, resümierten die beiden Abiturienten.

Auch musikalisch hatte die Verabschiedung einiges zu bieten: Zum einen das Harfenspiel der Abiturientin Lou Rottländer zu Einstimmung, das musikalische Intermezzo von Lea Lutz (Querflöte) und Anna Kämmer (Klavier, 9c) sowie der Auftritt von Katharina Weckbecker an ihrem Akkordeon.

Den letzten Programmpunkt, den „Tanz zum Ausklang“, tanzten Lea Lutz, Vanessa Benoit und Vanessa Nguyen.

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