Historischer Verein : Als viele Pfälzer eine neue Heimat suchen mussten

(hv) Die Pfalz war im 18. und 19. Jahrhundert eine klassische Auswanderungs-Region. Die Bezeichnung „Pfälzer“ oder „Palatine“ war in England, Irland und Nordamerika bald ein Sammelbegriff für deutsche Einwanderer schlechthin.

Tausende von Pfälzern, denen die Verhältnisse in der Heimat keine Zukunftschancen bieten konnten, suchten im kolonialen Nordamerika beziehungsweise später in den USA ein neues Zuhause.

Auch nach dem Hambacher Fest und der Revolution von 1848/49 fand eine ganze Reihe von Pfälzern Asyl in den USA, unter ihnen auch der Ixheimer Ludwig August Wollenweber.

Von ihm und vielen anderen Zweibrückern wird in dem Vortrag die Rede sein, den Roland Paul, ehemaliger Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, am Mittwoch, 10. April, beim Historischen Verein Zweibrücken hält. Unter dem Titel „Wo man hinsieht, alles Fremde“ wird der durch seine höchst anregenden Vorträge in Zweibrücken bestens bekannte Roland Paul um 19 Uhr im Kapellenraum der Karlskirche über die Auswanderung aus der Pfalz nach Amerika mit Beispielen aus dem Zweibrücker Raum berichten.

Spuren der Auswanderer finden sich noch heute in vielen Regionen der Vereinigten Staaten. Der Referent, der die Siedlungsgebiete der Pfälzer in den USA aus vielen Vortrags- und Forschungsreisen kennt, wird seinen Vortrag mit zahlreichen Lichtbildern illustrieren. Außerdem wird er aus Briefen der Auswanderer Georg Heinrich Isemann (aus Wallhalben) sowie Maria Anna Bruch und Elisabeth Singer (aus Zweibrücken) lesen sowie bekannte und unbekannte Auswanderer-Lieder erklingen lassen.

Zu dem Vortragsabend sind, wie stets beim Historischen Verein, Nichtmitglieder freundlich willkommen.