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„Hier ist es so schön ruhig und grün“

„Hier ist es so schön ruhig und grün“

In Zweibrücken lässt sich's gut leben: Dieses erste Fazit zieht die Familie Mahdi aus Kuwait. Wir besuchten die Gäste aus dem Nahen Osten, die jetzt ihre Ferienwohnung auf dem Kreuzberg bezogen haben.

Saleh Mahdi ist zufrieden. Sogar ziemlich zufrieden. Genüsslich greift er zu seiner Tasse Tee, nimmt einen kräftigen Schluck und lächelt. "Es ist schön hier. Und die Deutschen sind alle sehr nett und sehr lieb", freut er sich. Seine Gattin Hanan Habieb und die beiden Töchter Noor Mahdi und Shurooq Mahdi nicken zustimmend. Der erste Eindruck sei sehr positiv, finden auch sie.

Die Familie aus Kuwait hat in diesen Tagen ihre neue Ferienwohnung auf dem Kreuzberg bezogen, die vier gehören zu den ersten Familien, die Schritt für Schritt die frisch renovierten Wohnungen auf dem Areal beziehen (wir berichteten mehrfach).

Der Pfälzische Merkur besuchte gestern die Mahdis, der Zweibrücker Gastronom Ibrahim Al-Saffar übersetzte. Wie kommt man eigentlich als Kuwaiter darauf, eine Wohnung in Zweibrücken zu kaufen? "Wir wurden auf einer Immobilien-Messe in Kuwait , auf der das Projekt vorgestellt wurde, aufmerksam", sagt Saleh Mahdi.

Als er auf der Karte sah, wo genau sich die Rosenstadt befindet, war das schon die halbe Miete. "Zweibrücken liegt direkt an der französischen Grenze. Das ist ideal für uns. Wir haben in Paris ein Haus, den Besuch dort können wir künftig mit Aufenthalten in Zweibrücken verknüpfen", erklärt der 58-Jährige, der als Ingenieur seine Brötchen verdient. Auch seine Gattin Hanan Habieb ist berufstätig, sie arbeitet als EDV-Spezialistin und unterrichtet Lehrer, die das Wissen dann weitergeben sollen. Die beiden Töchter Noor und Shurooq gehen noch in die Schule - in die 11. beziehungsweise 7. Klasse.

Was den Vieren sehr zusagt, ist die Idylle, die hier geboten werde. "Hier ist es so schön ruhig und grün", schwärmt der Vater und wieder nicken alle zustimmend. Ein ganz wichtiger Punkt für die Familie ist das Wetter: "Bei uns zuhause ist es im Juli - das ist der heißeste Monat - bis zu 50 Grad heiß. Hier ist es viel angenehmer", sagt Saleh Mahdi und aus der jüngsten Tochter Shurooq platzt es begeistert heraus: "Der Sommer hier in Deutschland ist wie bei uns der Winter!"

Apropos Winter: Sehr reizvoll fände es Saleh Mahdi, künftig auch einmal in der kalten Jahreszeit zu kommen, um zu beobachten, wie die Schneeflocken vom Himmel tanzen. In Kuwait gibt es das nicht. Aber nun ist erst einmal Sommer. Und den genießen die frischgebackenen Zweibrücker in vollen Zügen. "Wir wollen für sechs bis acht Wochen hier bleiben, das wollen wir auch künftig so machen, einmal im Jahr", so Saleh Mahdi. Natürlich sei nicht geplant, diese Zeit komplett in der Rosenstadt zu verbringen. "Deutschland ist ein herrliches Land, es gibt hier so viele schöne Städte und eine tolle Natur", begeistert sich Gattin Hanan Habieb. Die Familie will sich von Zweibrücken aus einiges in ihrem Gastland anschauen.

Ein Aspekt sei auch die medizinische Versorgung in Deutschland. "Diese hat in Kuwait einen ausgezeichneten Ruf", sagt Saleh Mahdi. Es sei beruhigend, zu wissen, dass man im Fall der Fälle hier in guten Händen sei.

Wie sieht es mit Shopping aus? Wollen die Kuwaitis die Kreditkarten glühen lassen? "Shopping ist für uns in Zweibrücken nicht so wichtig. Wir haben in Kuwait selbst große Einkaufscenter, in denen es alle Marken gibt", sagt Saleh Mahdi. Am wichtigsten sei es für seine Familie, zu entspannen und das milde Wetter und die Natur zu genießen, sagt der 58-Jährige und gießt sich zufrieden ein weiteres Tässchen Tee ein.