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Herbst- und Gartenmarkt im Rosengarten Zweibrücken

Herbst- und Gartenmarkt im Rosengarten Zweibrücken : Eine städtische Oase zum Wohlfühlen

Der Herbst- und Gartenmarkt im Zweibrücker Rosengarten stellte am Wochenende seine große Anziehungskraft unter Beweis. Samstag spielte auch das Wetter mit.

Der Rosengarten zeigt sich schon immer als besonderer Besuchermagnet, nicht nur um die riesige Blumen- und Pflanzenvielfalt zu bewundern, sondern um sich einfach mal aus dem Tagesgeschehen zu verabschieden und in der innerstädtischen Oase die Seele baumeln zu lassen. Dem wird der Garten schon lange gerecht – insbesondere allerdings jetzt in Pandemiezeiten, in denen, so Stadtgartenmeister Heiko Hübscher, die Leute mal „aus der vermummten Stadt herausgehen und Erholung im Rosengarten suchen können“. Das Besucherkonzept beim Zweibrücker Herbst- und Gartenmarkt dieses Wochenende unter besonderen Hygienebedingungen mit Konzept 2G+ kam denn auch bei den Besuchern gut an.

Nach entsprechender Registrierung und Überprüfung am Eingang, der noch um zusätzliche Durchgänge erweitert wurde, sah man viele nach Entfernung der Maske einmal tief durchatmen und die fast paradiesisch anmutende Atmosphäre genießen. Bereits am Samstagmittag – glücklicherweise auch wetterbedingt perfekt, was sich am trüben Sonntag leider änderte – bezeichnete Daniel von Gyldenfeldt vom Rosengarten-Betreiber UBZ die Besucherfrequenz als „bombig“ und wies darauf hin, dass man im weitläufigen Rosengarten mit den Hygienevorgaben keine Probleme habe.

Über 50 Aussteller und Anbieter von Pflanzen, Gartenzubehör und Deko-Artikeln reihten sich wieder auf Wiesen und Wegen, umgeben von Wasser, Brunnen und Blumenpracht des Gartens, nebeneinander ein und brachten so manche Besucher ob des künstlerischen Anspruchs oder einfach nur der praktischen Verwendungsmöglichkeit zum Staunen. Viele wussten natürlich schon, wo sie mal gleich hinmussten, haben sich doch schon seit 17 Jahren, in denen der Markt lockt, viele Stammkunden herauskristallisiert, die gleich den Händler ihrer Wahl ansteuern. So zum Beispiel auch bei Wolfgang Gerst aus Friesenheim, einem Mann der ersten Stunde, dessen Kunstwerke aus Metall schon in vielen Zweibrücker Gärten und Wohnungen stehen. Einen Metall-Adler fürs Dach wünscht sich da gerade jemand, der damit gerne andere Plagegeister vertreiben möchte. Auch sonst hat Wolfgang Gerst nur Lob für den Rosengarten und seinen Standort parat: „Das ist einfach ein toller Garten und man hat das Gefühl, er wird von Leuten gepflegt, die ihn als ihren eigenen ansehen. Hier ist immer alles picobello sauber.“

Nicht nur Gerst als Händler lobt das Ambiente, auch die Besucher aus Nah und Fern sind beeindruckt. Ute Stappert und Pia Wichterich aus Saarbrücken lasen in einer Fachzeitschrift über den Markt und verließen ihn nun, bepackt mit gekauften Pflanzen und Deko-Artikeln. Nicht ohne den Hinweis, auf jeden Fall in einer ruhigen Zeit wiederzukommen, um den bisher noch unbekannten, aber sehenswerten Garten zu genießen.

Hans und Karl Manderscheid aus Homburg fanden per Zufall im Vorübergehen gleich eine komplette Metallgarnitur, bestehend aus einem Stehtisch mit zwei Stühlen, die sie noch am gleichen Abend zum gemütlichen Abschluss auf der heimischen Terrasse einsetzen wollten. Was hört man sonst so unterwegs? „Der Schrottschweißer hat wieder tolle Figuren“, so der eindrucksvolle Hinweis eines Passanten an seinen Nachbarn. Man kennt halt seine Pappenheimer.

 Besonders am sonnigen Samstag kamen herbstlich-farbenfrohe Angebote wie an diesem Stand prächtig zur Geltung.
Besonders am sonnigen Samstag kamen herbstlich-farbenfrohe Angebote wie an diesem Stand prächtig zur Geltung. Foto: Volker Baumann
 Tierisch gut war bei dem Markt auch das kunsthandwerkliche Angebot.
Tierisch gut war bei dem Markt auch das kunsthandwerkliche Angebot. Foto: Volker Baumann
 Herbst- und Gartenmarkt im Rosengarten
Herbst- und Gartenmarkt im Rosengarten Foto: Volker Baumann

Nicht nur alles was mit Flora und Fauna in Verbindung steht, beeindruckte diesmal die Gartenbesucher, auch das Angebot an Delikatessen, die durch den Magen gehen, konnte sich sehen und schmecken lassen. Da das sonstige Catering ausgefallen war, hatte man, so Gartenmeister Heiko Hübscher, auf andere Anbieter gesetzt und so eine Vielfalt an Spezialitäten anbieten können. Neben Fisch-, Fleisch- und Wildgerichten kamen auch die Liebhaber vegetarischer Kost zum Zug. Zum Renner wurden auch Burger und Dampfnudeln. So könnte der Markt künftig eigentlich auch in „Garten- und Delikatessmarkt“ umbenannt werden.