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Heller findet Stasi-Vergleich "ungeheuerlich"

Heller findet Stasi-Vergleich "ungeheuerlich"

Zweibrücken. "Politische Intrige", Stasi-Methoden" - das seien die Gründe für seine Ausbürgerung, vermutete Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling am Freitag im Merkur

Zweibrücken. "Politische Intrige", Stasi-Methoden" - das seien die Gründe für seine Ausbürgerung, vermutete Zweibrückens Oberbürgermeister Helmut Reichling am Freitag im Merkur. Heinz Heller (Foto: pma), der als Bürgermeister verpflichtet war, die Beschwerde von SPD-Ratsmitglied Walter Rimbrecht über den Hauptwohnsitz Reichling zu prüfen, reagierte empört auf diese Äußerungen: "Ich habe mit Erschrecken von dem Stasi-Vorwurf gelesen. Ich habe meine Pflicht getan als Bürgermeister, nicht mehr und nicht weniger. Ich teile dem OB heute noch mit, welche Schlussfolgerungen ich daraus ziehe - ich werde auf die Rücknahme dieser ungeheuerlichen Vorwürfe drängen!" Heller schrieb dem OB dann: "Ich weise mit Nachdruck darauf hin, dass ich zu keiner Zeit im Zusammenhang mit Ihrer Übernachtung in Einöd einen Vorwurf erhoben habe. Der Vergleich mit Stasi-Mtehoden ist unsachlich und ehrenrührig, zumal ich einen Zusammenhang mit meiner Verwaltungstätigkeit als Bürgermeister sehe. Ich erwarte deshalb von Ihnen eine klarstellende Erklärung. Diese bitte ich mir bis spätestens Mittwoch, 27. Januar 2010 zukommen zu lassen." Heller endet: "Obwohl Sie mit dieser Äußerung unser kollegiales Verhältnis auf das Äußerste belastet haben, biete ich Ihnen im Interesse des Wohles unserer Stadt eine weitere gedeihliche Zusammenarbeit an."Reichling hatte als Hauptwohnsitz sein Elternhaus in Zweibrücken angemeldet (dieses gehört seit 1985 seiner Frau, seine Mutter genießt dort aber lebenslanges Wohnrecht), obwohl er mit seiner Frau in Homburg-Einöd wohnt - ein Verstoß gegen das Meldegesetz, wie Hellers Prüfung ergab. Zu Hellers Brief sagt Reichling: "Der Satz mit den Stasi-Methoden war eigentlich gar nicht so schlimm. Ich wollte damit weder Heller beleidigen noch sonst irgendwen." Von seinem Vorwurf sei "ausdrücklich die Amtsführung Hellers ausgenommen. Ich werde angesichts unserer bisher guten Zusammenarbeit ein klärendes Gespräch mit ihm führen."