1. Pfälzischer Merkur
  2. Zweibrücken

Haus Kana in Zweibrücken eröffnet

Zweibrücken : Haus Kana eröffnet

Nach 13-monatiger Bauzeit sollen am Montag die ersten Bewohner ihre Zimmer in der Altenpflegeeinrichtung beziehen.

Die Plakate in der Stadt kündigten es bereits an, dass hier nun Leben einziehen soll, seit Freitag heißt es aber ganz offiziell: Haus Kana im KanadaPark der Stadt Zweibrücken ist eröffnet.

Im kleineren Kreis wurde die Eröffnung nun begangen. Dabei erinnerte Casten Steuer, Vorstand des DiakonieZentrums Pirmasens, dem das neue Haus angehört, an die 13-monatige Bauzeit, die mit dem Spatenstich im September 2018 schon kurz nach Baubeginn überwiegend in der Corona-Pandemie stattgefunden hatte. „Gerade in der aktuellen Situation ist das eine hervorragende Leistung“, fasste Carsten Steuer die Zusammenarbeit all der Gewerke zusammen.

Der Start wurde damals natürlich anders gefeiert als die Eröffnung am Freitag. „Wer uns kennt, weiß, dass wir nicht nur feste arbeiten, sondern auch Feste feiern“, erklärte auch Pfarrer und Vorstandsmitglied Norbert Becker. Und so soll das Fest mit Projektpartnern, Bauverantwortlichen, Mitarbeitern und vor allem mit der gesamten Nachbarschaft sobald wie möglich nachgeholt werden.

Dass das Miteinander fehlt, das sorgt natürlich auch für erschwerte Startbedingungen, aber daran lässt sich nun mal nichts ändern. Nichtsdestotrotz: „Ab Montag ziehen die ersten Bewohner ein“, freute er sich weiter zu verkünden. Etwa sechs Bewohner sind für Montag für den Einzug geplant, weitere sollen in den Tagen danach schrittweise folgen. Im Mai sollen dann auch die Bauarbeiten der GewoBau mit der Errichtung von 24 Wohnungen beginnen, die direkt an Haus Kana angeschlossen sein werden. Außerdem werden immer Sommer auch die beiden WohnenPlus Häuser der Sparkasse Südwestpfalz mit 22 Wohnungen bezugsfertig sein.

Haus Kana soll nämlich nur der erste Baustein des Gemeinschaftsprojekts „Neue Wohnwelt im KanadaPark“ sein, an dem auch die Stadt Zweibrücken und die Herzog-Wolfgang-Stiftung beteiligt sind.

Im Gegensatz zu den anderen Wohnformen ist die diakonische Einrichtung für 78 Menschen in der vollstationären Pflege konzipiert, zusätzlich stehen zwölf Tagespflegeplätze für demenziell Erkrankte zur Verfügung.

Bis all diese Plätze besetzt sind, wird es wohl noch ein wenig dauern. Zum einen, weil es tatsächlich noch freie Plätze gibt und sich Interessierte noch anmelden können, zum anderen auch, weil der Betrieb schrittweise hochgefahren wird.

Gemütlich ist es jedenfalls geworden. Haus Kana erinnert von der Bauweise stark an Haus Sarepta in Contwig. Auch hier wurde mit vielen Einzelzimmern viel Wert auf Privatsphäre, helle und freundliche Räume aber auch große Gemeinschaftsbereiche gelegt, in denen auch ein Miteinander möglich ist. Und auch den modernen Ansprüchen wurde Rechnung getragen: So ist im ganzen Haus etwa W-Lan verfügbar. Oberbürgermeister Marold Wosnitza freute sich auch aus einem anderen Grund über die Eröffnung von Haus Kana. „Dieses Haus ist für uns wichtig, weil es einen Bedarf abdeckt, den wir dringend haben“, erklärt Wosnitza. Die Lücke an pflegerischer Versorgung werde dadurch verringert.