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Häuser schon vor acht Uhr verlassen

Häuser schon vor acht Uhr verlassen

Zweibrücken. Mit Flugblättern hat die Zweibrücker Stadtverwaltung am Freitag die betroffene Bevölkerung der Innenstadt über den Bombenfund in der ehemaligen Stadtgärtnerei (wir berichteten) informiert

Zweibrücken. Mit Flugblättern hat die Zweibrücker Stadtverwaltung am Freitag die betroffene Bevölkerung der Innenstadt über den Bombenfund in der ehemaligen Stadtgärtnerei (wir berichteten) informiert. In dem Flugblatt sowie einer in den Zeitungen veröffentlichten Verfügung teilte die Verwaltung den Bewohnern des betroffenen Gebietes mit, dass das Gebiet in einem Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle evakuiert wird. Bis spätestens acht Uhr am Sonntagmorgen sollen die Bewohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen haben, bittet die Verwaltung um die Mitarbeit der Bevölkerung. Rund 4500 Menschen sind betroffen. "Je schneller das Gebiet evakuiert ist, um so schneller kann die Bombe entschärft werden und die Leute können wieder zurück", verdeutlichte der Pressesprecher der Stadt, Heinz Braun, die Bedeutung, dass die betroffenen Bürger sich diszipliniert verhalten. Ab acht Uhr kontrollieren fast 300 Mitarbeiter und Helfer des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr, der Polizei und des Ordnungsamts, ob die Häuser leer sind. "Da wird auch schon an den Häusern geklingelt." Bei Problemen kann die Polizei auch eingreifen, erklärte der stellvertretende Leiter der Zweibrücker Polizeiinspektion, Manfred Bernhardt (Foto: pm). "Es kann erst entschärft werden, wenn alles evakuiert ist." Für nicht gehfähige Personen und Rollstuhlfahrer wird durch den Sanitätsdienst eine Fahrbereitschaft eingerichtet. Sie ist erreichbar unter Telefon (0 63 32) 97 27 0 (Anmeldungen bis Samstag 14 Uhr). Die Polizei übernimmt auch die Absperrung der Straße. Dabei werden an den Barken auch Polizisten stehen. Bernhardt weist darauf hin, dass Pkws, die am Rettungsweg zwischen den beiden Krankenhäusern außerhalb von Parkflächen abgestellt sind, abgeschleppt werden. Die Rettungswege werden als letztes wieder für den Verkehr freigegeben. sf