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Gute Noten für Stuten beim Trakhener-Weekend in Zweibrücken

Trakhener-Weekend am Landgestüt : Prämienwürdige Pferdedamen

Überaus zufrieden waren Veranstalter und Teilnehmer nach dem Trakhener-Weekend am Landgestüt Zweibrücken.

(cvw) „Es war eine sehr gute Veranstaltung, sowohl vom Ablauf her als auch von der gezeigten Pferdequalität“, zieht Cornelia Götsch, Vorsitzende des Trakehnerzuchtbezirks Rheinland-Pfalz-Saar, Züchterin und Zuchtrichterin, ein überaus positives Fazit des Trakehner-Weekends, das in dieser Form erst zum zweiten Mal im Landgestüt abgehalten wurde.

Bei der Stutenleistungsprüfung am Samstag wurden von 21 gemeldeten immerhin 19 Stuten vorgestellt. „Das ist eine enorm hohe Zahl“, verdeutlicht die erfahrene Fachfrau. Die Richterkollegen hätten das enorm hohe Niveau mit dem einer Junghengst-Körung verglichen. Am Sonntag bei der Stutbucheintragung erreichten fast alle der vier vier- und acht dreiährigen Stuten mehr als 53 Punkte und empfahlen sich somit für die Verbandsprämie, sobald sie die Stutenleistungsprüfung absolviert haben. Eine von ihnen ist die dreijährige Stute Phoenix, Tochter von Gestütshengst Marseille, aus der Zucht und im Besitz der Familie Oberer in Walshausen.
„Ich bin so stolz und sehr glücklich“, strahlte am fortgeschrittenen Sonntagnachmittag Vanessa Oberer und mit ihrer die gesamte Familie, Schwester Vanessa und den Eltern Bernd und Jutta Oberer. Zum ersten Mal hat die 28-jährige Walshauserin mit der selbst gezogenen Stute Phoenix ein Pferd bei der Trakehner Stutenschau am Sonntag im Landgestüt Zweibrücken vorgestellt. Inmitten des großen Aufgebots an erfahrenen Pferdezüchtern, renommierten Gestüten und professionellen Vorführern machten die Amateurin und vor allem die extrem gelassene, schwarzbraune Stute eine mehr als gute Figur.

Bereits morgens hatten sich die drei- und vierjährigen Trakehnerinnen im Freilaufen und Freispringen ihren Richtern und ihrem interessierten Publikum präsentiert. Am Nachmittag wurden auf der Dreiecksbahn auf dem großen Reitplatz an der Allee im Stehen der Körperbau und auch noch einmal Schritt und Trab an der Hand beurteilt. Neben der weiblichen Ausstrahlung zeigte die Marseille-Tochter den besten Schritt unter den acht dreijährigen Stuten, der „raumgreifend und taktrein durch den ganzen Körper schwang“. Dafür erhielt sie die hohe Wertnote 8,5. Die ebenfalls guten Noten für unter anderem Körperbau, Typ und Gesamteindruck ergaben in der Summe 54 Punkte. „Damit wird die Stute in das Stutbuch Eins eingetragen und für die Verbandsprämie empfohlen“, verkündete der Kommentator und zauberte damit endgültig ein strahlen auf die Gesichter von Vanessa Oberer und ihrer Schwester Saskia.

Erst zum zweiten Mal hatte Phoenix, die bereits als Fohlen erfolgreich vorgestellt wurde, den heimischen Stall in Walshausen verlassen. Zwei- bis dreimal war sie dort frei über Hindernisse gegangen, um das Freispringen zu üben und seit drei Monaten ganz behutsam unter dem Sattel angeritten. Vanessa hofft, dass sie trotz der Anlagen ihres Dressur-Papas vielseitig bleibt und vielleicht sogar Spaß an Geländehindernissen und dem Buschreiten entwickelt. Conny Götsch hatte für die Familie eine noch größer Überraschung parat: Phoenix ist die beste Halbblut-Trakehnerstute ihres Jahrganges.

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