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Ich lebe gerne in Wattweiler: Guldenschlucht soll bald wieder begehbar sein

Ich lebe gerne in Wattweiler : Guldenschlucht soll bald wieder begehbar sein

Der Internet-Hotspot in der Ortsmitte von Wattweiler wird inzwischen rege genutzt.

Wattweiler (nob) In Wattweiler wird viel bewegt. Nachdem nun endlich die über viele Jahre desolate Kreisstraße 1 saniert wurde, soll nun auch das Naherholungsgebiet Guldenschlucht möglicherweise im Winter wieder in seiner alten Form zugänglich sein. Das berichtet Ortsvorsteher Thomas Körner im Gespräch mit dem Merkur. Entsprechende Gespräche habe es zwischen den beiden Nachbarstädte Homburg und Zweibrücken bereits gegeben, wie ihm Zweibrückens Oberbürgermeister Marold Wosnitza mitgeteilt habe. Über die Kosten kann Körner zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Der Weg gehöre zu den wichtigsten touristischen Punkten beider Städte.Er ist in Folge eines Hangrutsches seit Anfang 2018 gesperrt.

Die geologischen Ursprünge der Guldenschlucht liegen in der Nach-Eisenzeit. Die Wassererosion formte bis in die heutige Zeit die Buntsandsteinfelsen zu kunstvollen Gebilden. Die hohe Luftfeuchtigkeit führte zudem zu einer einzigartigen Vegetation. Besondere Bedeutung erhält der Wanderpfad auch dadurch, dass er Teil des Jakobswegs ist, einer international bekannten Pilgerroute. Im Sommer ist hier der ideale Ort, um sich an heißen Tagen abzukühlen und neue Kraft zu schöpfen. Der Pfad durch die Schlucht ist 460 Meter lang und steigt 80 Meter an. Auf dem Weg geht es zuerst über einen kleinen Holzsteg, der über ein Bächlein führt.

Neben der Guldenschlucht werde in Kürze auch das Funkloch im Bereich des Mobilfunks beseitigt. Eine Tochter der Telekom wolle einen entsprechenden Mast errichten. In diesem Zusammenhang stellt Körner fest, dass der Hotspot in der Wattweiler Dorfmitte inzwischen sehr gut angenommen wird. Körner zeigte dabei auch Erweiterungsmöglichkeiten auf, wie vielleicht der gesamte Ort zu einem einzigen „Hotspot“ werden könnte. Vor allem müsse der Sportplatz und das Schützenhaus mit einer solchen Einrichtung versehen werden.

Ortvorsteher Thomas Körner und seine Stellvertreterin Gabriele Heilmann leiten die Geschicke des Stadtteils. Foto: Norbert Rech

Auch im Bezug der Dorfverschönerung will Ortsvorsteher Körner einen neuen Anlauf wagen Hier soll vor allem die Bepflanzung der Ränder der Bliestalstraße in Angriff genommen werden, die in früheren Zeiten ein richtiger Hingucker gewesen sei. Desweiteren müsse die Toilettenanlage im Gemeindehaus saniert werden. Die jetzige stamme aus den 60er Jahren.