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Grundschule Dellfeld wird saniert, Verwaltung von ZW-Land digitalisiert

Verbandsgemeinderat Zweibrücken-Land : Dellfelder Schul-Sanierung kommt voran

Der Verbandsgemeinderat hat mehrere Aufträge vergeben. Zudem ging es um die Digitalisierung der VG-Verwaltung und um Energie-Fragen wie für Photovoltaik geeignete Dachflächen.

An der Sanierung der Grundschule Dellfeld wird eifrig gewerkelt. Coronabedingt mussten Arbeitsaufträge per Eilentscheid vergeben werden. Bürgermeister Björn Bernhard (CDU) gab deshalb am Donnerstagabend im Verbandsgemeinderat in der Pirminiushalle von Hornbach dazu Einzelheiten bekannt, die vom Rat gebilligt wurden.

Das Bauunternehmen Dahlhauser (Mörsbach) erledigt die Erd-, Abdichtungs-, Abwasser-, Beton- und Maurerarbeiten für 498 000 Euro (alle Preise gerundet). Mit der Angebotssumme ermittelte das bauleitende Büro Bohrer aus Zweibrücken gegenüber der Kostenschätzung eine Steigerung von 33 Prozent. Es war nur das Angebot des einen Bieters eingegangen.

Sechs Angebote lagen dagegen für die Gerüstbauarbeiten vor. Den Zuschlag erhielt das am Schulort Dellfeld ansässige Gerüstbauunternehmen Beniot mit einer Angebotssumme von 20 400 Euro. Das sind 47 Prozent weniger als vorab geschätzt. Vergeben wurden zudem die Gewerke Lüftungsarbeiten, Heizung- und Sanitärinstallation, Aufzugsanlage, Elektroanlage und Hausalarmierung wie die Blitzschutzanlage. Insgesamt, so teilte Verbandsbürgermeister Bernhard mit, müssen bereits 80 000 Euro an Mehrkosten finanziert werden.

Die Digitalisierung der Verwaltung hat sich der neue Verwaltungschef auf die Fahnen geschrieben und geht auch darin seinen Weg. „Die elektronische Aktenführung wird auch für die Verwaltung zum Pflichtprogramm“, stellte der Verbandsbürgermeister fest unterrichtete die Ratsmitglieder über die Bestrebungen, bei der Tagesarbeit und im gesamten Amtsverkehr Papier einzusparen. Das schwäbische Unternehmen Comundus Regisafe aus Waiblingen bietet in Anlehnung an den für die Verwaltungsarbeit maßgebenden Musteraktenplan die Software an. Darin eingebunden ist das bereits von vielen Verwaltungen (darunter die Verbandsgemeinden Bruchmühlbach-Miesau, Dahner Felsenland und neuerdings auch die Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben) verwendete Ratsinformationssystem. Die Beschaffung dessen würde die Verwaltung 65 000 Euro kosten. Durch Mehrwertsteuer und Firmenjubiläum könnte die Verwaltung unter Umständen 30 Prozent einsparen.

Das neue System bringt vor allem auch für die Ortsbürgermeister eine Entlastung, denn es wird einen digitalen Rechnungseingang geben. Björn Bernhard erläuterte die Verfahrensschritte. Allgemein wurde dieser Modernisierungsschritt vom Rat gelobt und für gut befunden. David Betz (SPD) wollte in der Debatte ergänzend wissen, wie es um die Computerausstattung innerhalb der Verwaltung steht. „Darüber werde ich im nichtöffentlichen Sitzungsteil einige Worte verlieren“, vertröstete der Bürgermeister. Für Fred Konrad (Grüne) ist vor allem die Nutzung der Endgeräte wichtig gewesen, was bestätigt wurde. Die Mittel für die Beschaffung des neuen Systems werden in einem nachfolgenden Nachtragsetat bereitgestellt.

Der Anschaffung des neuen Dokumentenmangementsystems mit Ratsinformationssystemhat der Rat zugestimmt. Ein Softwarepflegevertrag wird abgeschlossen. Im Monat kostet dieser rund 1600 Euro.

Nicht eine von vielen möchte die Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land in Sachen Energie sein. Zusammen mit der WVE Kaiserslautern (Westpfälzische Ver- und Entsorgungs GmbH) wird sie deshalb eine Energiegesellschaft gründen. Björn Bernhard führte aus, warum dafür ein ein erfahrener Partner an der Seite wichtig sei.

WVE-Geschäftsführer Peter Nonnemacher stellte das Unternehmen näher vor. Projektentwickler Peter Schwan gab einen umfassenden Überblick zur Möglichkeit, Dachflächen von Amtsgebäuden (Verbandsgemeinde, Verbandsgemeindewerke und Ortsgemeinden) für Photovoltaik zu nutzen. Von den rund 50 aufgelisteten Dachflächen kommen immerhin 20 in verschiedenen Orten für eine Nutzung (Stromerzeugung) in Frage. Die gewonnene Energie wird für Selbstnutzung gewonnen und wenn möglich ins Netz gespeist. Die Bewertung der zur Verfügung stehenden Flächen wäre nach Vertragsschluss der nächste Schritt. Ratsmitglied und Ortsbürgermeisterin Martina Wagner liebäugelte mit der Kreisenergieagentur als möglichen Partner, konnte dafür aber keine Mitstreiter gewinnen und enthielt sich bei der Abstimmung. Bürgermeister Bernhard: „Dort sind wir eine unter vielen, in der eigenen Gesellschaft können wir, wollen wir das, das Sagen haben!“