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Photovoltaik und ÖPNV: Grüne: Mehr Nachhaltigkeit beim Outlet

Photovoltaik und ÖPNV : Grüne: Mehr Nachhaltigkeit beim Outlet

(red) Die Grünen in Stadt und Kreis setzen sich für mehr ökologisches Bewusstsein bei den Style Outlets ein. In einer gemeinsamen Presseerklärung kritisieren sie, die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln fehle ebenso wie die Nutzung versiegelter Flächen für Photovoltaik.

Dafür anbieten würden sich aus Sicht der Grünen die Parkplätze am Outlet. Die könnten mit Solarpanelen überdacht werden. So könne man vier Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom erzeugen. Damit könne sich das Outlet praktisch selber mit Strom versorgen, Elektro-Tankstellen für die Kunden anbieten sowie etliche Tonnen CO2 einsparen. Sollte die Erweiterung des Outlets und damit die Versiegelung von weiteren 8500 Quadratmetern kommen, müsse es dafür einen Ausgleich geben. Mit der Energiegesellschaft des Landkreises, zusammen mit den Verbandsgemeinden und den Pfalzwerken sowie den Stadtwerken Zweibrücken und eventuell einer Energiegesellschaft der VG Zweibrücken-Land stünden mögliche Partner und Betreiber zur Verfügung. 

„Der Eigentümer muss die Parkfläche natürlich kostenfrei zur Verfügung stellen und erhält dafür grünen Sonnenstrom zum festen Preis und zusätzlich einen gewaltigen Imagegewinn“ ergänzt Bernd Schumacher, Vorsitzender des Kreisverbandes Südwestpfalz, und mahnt: „Es ist viel zu wenig, wenn auf den im Kreistag gemachten Vorschlag Frau Landrätin Ganster lediglich antwortet, sie ‚werde den Eigentümer über den Vorschlag unterrichten’. Die für unsere Region so typische Reaktion auf solche Vorschläge verhindert nachhaltige Entwicklung. Statt selbst zu handeln verweist man auf andere. Wir Grüne erwarten, dass unsere Initiative jetzt aufgegriffen und schnell umgesetzt wird. Und zwar durch regional vorhandene Strukturen, damit die Wertschöpfung hier vor Ort bleibt und nicht auch noch Anlegern von außerhalb zufließt.“

Vor diesem Hintergrund bestehen die GRÜNEN in der Region darauf, nicht erst bei einer Erweiterung der Outlets nachhaltigen Strategien deutlich mehr Raum zu geben und verweisen in dem Zusammenhang auf ein aktuelles Beispiel aus Bayern.