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Großes Interesse an eiserner Zeit

Großes Interesse an eiserner Zeit

Eine durchweg positive Bilanz der Weltkriegs-Ausstellung und der Louyot-Schau, die am Sonntag endeten, hat die Leiterin des Stadtmuseums, Charlotte Glück-Christmann, gezogen. Die Besucherzahl lag bei 1423.

"Die Ausstellung ‚Eiserne Zeit' sollte man gesehen haben", schrieb ein Besucher ins Gästebuch des Zweibrücker Stadtmuseums. 1423 Menschen haben die am Sonntag zu Ende gegangene Doppelausstellung zum Ersten Weltkrieg und dem "Maler zwischen Deutschland und Frankreich" Edmond Louyot gesehen. "Das ist ein Erfolg", freut sich die Leiterin des Stadtmuseums Charlotte Glück-Christmann über die Besucherzahl. Die Landesausstellung "Wiege der Könige" (2010) und die Barbie-Ausstellung (2012) hatten in den vergangenen Jahren mit rund 7300 und 1930 noch mehr Besucher.

Beeindruckt ist die Museumsleiterin auch über die Einträge im Gästebuch. "So viele Einträge haben wir sonst nicht." Das zeige, dass sich die Besucher mit der Ausstellung beschäftigt hätten. "Eine sehenswerte", "eine informative" oder "eine aufklärende Ausstellung", schrieben Besucher aus Pirmasens, Kusel oder Zweibrücken ins Gästebuch. Neben der Weltkriegs-Ausstellung lockten auch Bilder von Edmond Louyot Besucher nach Zweibrücken . So schrieb ein Mann aus Speyer: "Ich hätte etwas versäumt, wenn ich die Reise nicht unternommen hätte." Die Einträge zeigten auch, dass sehr viele Franzosen an der Ausstellung des Malers interessiert waren.

Die Weltkriegsausstellung lebte auch von vielen Leihgaben aus der Bevölkerung. Ab der kommenden Woche können die Leihgeber ihre Exponate abholen.

Insgesamt 3303 Besucher fanden 2014 den Weg ins Stadtmuseum. Neben der Doppelausstellung wurden in diesem Jahr noch Fotografien von Jörg Heieck, Aquarelle und Zeichnungen von W.D. Schulz oder Kunstwerke zum Jubiläum des Rosengartens im Stadtmuseum gezeigt. Rund 1650 Personen besuchten diese drei Ausstellungen. In den Wochen, in denen keine Dauerausstellung lief, kamen rund 160 Menschen ins Stadtmuseum.

"Wahrscheinlich schauen sich auch Besucher der Sonderausstellung die Dauerausstellung an", vermutet Glück-Christmann. So steht im Gästebuch zwischen den Bemerkungen zur Weltkriegsausstellung auch: "Ein wunderbares Museum. Man muss alle Ausstellungen gesehen haben. Zweibrücken hat eine große Geschichte." Für die Museumsleiterin sind der Eintrag und die Zahlen ein Beleg, dass das Museum die Sonderaustellungen benötigt. "Damit kommt Leben ins Museum."

Auch in diesem Jahr sind vier Sonderausstellungen geplant. Ab 31. Januar werden Skulpturen von Gerhard Wolf und ab 8. März Aquarelle von Cao Yingyi gezeigt. Eine Wanderausstellung der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland wird ab 27. Mai gezeigt. Die Kunstausstellungen sind für die Museumsleiterin weniger arbeitsintensiv. Diesen Freiraum benötige sie für die historischen Ausstellungen. So bereitet Glück-Christmann schon seit vielen Wochen die Ausstellung "200 Jahre Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken " vor.

Dabei möchte die Historikerin nicht nur darstellen, dass das Pfälzische Oberlandesgericht eines der ersten modernen Gerichte in Deutschland war. Es sei auch der Ausgangspunkt der deutschen Demokratiebewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen. Für diese Wanderausstellung erhält die Museumsleiterin auch Zuschüsse von Landesinstitutionen. Mit den 12 000 Euro, die im städtischen Haushalt für die Sonderausstellungen zur Verfügung stehen, sei diese überregionale Ausstellung nicht zu finanzieren.