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Glaubenskolumne mit Nina Bender, Katholische Kirche

Gedanken zur Zeit : Maria ist ein Zeichen der Hoffnung

Der Mai ist gekommen! Es grünt und blüht überall. Die Natur erwacht zu neuem Leben und zeigt sich in ihren schönsten und prächtigsten Farben. Unzählige Vögel kommen zu einem fröhlichen Orchester zusammen.

Frischer Spargel und süße Erdbeeren verzaubern unseren Gaumen. Endlich sind die langen Nächte, die Dunkelheit und die Kälte des Winters vorbei. Der Sommer naht!

All das ist für mich in dieser herausfordernden Zeit der Corona-Krise ein ganz besonders hoffnungsvolles Zeichen. Vieles wird uns durch diese Krise abverlangt. Umso tröstlicher und hoffnungsweisend, ist es deshalb für mich, dass die Natur sich nicht aufhalten lässt. Sie trotzt der Corona-Pandemie und blüht in ihrer vollen Pracht. In den vergangenen Tagen und Wochen haben mir diese frühlingshaften Erlebnisse bei meinen Spaziergängen und Fahrradtouren durch die Natur immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Der Mai schenkt mir die Freude zurück, die durch die Corona-Pandemie manchmal untergehen zu scheint. Da ist es kaum verwunderlich, dass der Mai durch sein farbenfrohes Aufblühen der Natur als schönster Monat des Jahres bezeichnet wird.

Als schönster aller Monate, ist der Mai, der Gottesmutter Maria gewidmet. Maria, die Mutter Jesu, ist schließlich ein Inbegriff des wachsenden Lebens. Sie hat Gottes Sohn geboren, der den Tod besiegt hat und steht somit, wie der Mai, für den Neuanfang. Maria, die Mutter Jesu, ist ein lebendiges Beispiel der Hoffnung in Zeiten der Krise: Sie wurde schwanger und ihr Verlobte wollte gehen. Sie musste ihren Sohn ans Kreuz begleiten und erlebte sein Sterben. Maria hatte sehr schwierige Situationen in ihrem Leben auszuhalten, aber sie hat die Hoffnung nie aufgegeben. Ihr Glaube an Gott hat ihr Hoffnung und Kraft geschenkt.

In unseren Tagen ist die größte Herausforderung der Kampf gegen das Corona-Virus, dass verunsichert und das Leben vieler Menschen durcheinanderbringt. Finanzielle Sorgen, Sorgen um die Familie oder wegen einer Krankheit können dazukommen. Doch der Marienmonat Mai, der in der Natur durch die blühenden und duftenden Blüten neues Leben hervorbringt und das Beispiel der Gottesmutter Maria sind ein Beispiel dafür, dass immer wieder Hoffnung auf einen Neuanfang besteht. Vertrauen wir deshalb in diesen Tagen wie Maria Gott, der jedem Menschen zur Seite steht und den eigenen Lebensweg begleitet, und lassen wir uns neue Lebensfreude durch das frische Grün und die Fülle der Blüten in der Natur schenken.

An dieser Stelle veröffentlicht der Pfälzische Merkur vorerst zum letzten Mal geistliche Texte von Kirchenvertretern vor dem Hintergrund der Kirchenschließungen wegen der Corona-Pandemie. Da bereits an diesem Wochenende wieder die ersten Gottesdiente gefeiert werden, werden wir zur Ankündigung dieser Gottesdienste zurückkehren.