Gewobau weiter in Gewinnzone

Die durchschnittliche Kaltmiete von rund vier Euro pro Quadratmeter in Zweibrücken liegt zwar deutlich unter den Werten anderer Städte – dennoch kann die Gewobau wieder einen Millionen-Gewinn erwirtschaften.

Die Zweibrücker Gewobau (Gesellschaft für Wohnen und Bauen) hat im Geschäftsjahr 2014 einen Gewinn von 1,188 Millionen Euro erwirtschaftet. Deshalb könne die kommunale Wohnungsbaugesellschaft auch künftig "guten Wohnraum zu günstigen Preisen" anbieten und gleichzeitig wichtige Projekte für die Stadtentwicklung in Angriff nehmen, heißt es im Lagebericht der Gewobau. Der Stadtrat berät heute, 17 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses über den Geschäftsbericht der Gesellschaft.

Die durchschnittliche Kaltmiete von rund vier Euro pro Quadratmeter liege deutlich unter den Werten anderer Städte, heißt es in dem Bericht. Trotzdem werden die Wohnungen mit hohen Investitionen seit Jahren in einem guten Zustand gehalten. Dabei werden vor allem die Bäder in einen zeitgemäßen Zustand gebracht und die Gebäude energetisch saniert. Was auch mit Blick auf zu erwartende steigende Energiepreise sinnvoll sei. Darüber hinaus möchte die Gewobau auch mehr Wohnungen barrierefrei gestalten.

Die Gewobau kommt in ihrem Bericht zum Schluss, dass eine zurückgehende Mieternachfrage nicht auf die Qualität der Wohnungen , sondern auf die Bevölkerungssituation zurückzuführen ist. Die Leerstandsquote ist mit 7,9 Prozent (2013 6,7 Prozent) sehr hoch. Einen großen Anteil daran hat die Canada-Siedlung. Dort stehen von 288 Wohneinheiten 89 leer. Die Entwicklung dieser Konversionsliegenschaft "Wohnpark am Fasanerieberg" wurde auch im vergangenen Jahr fortgesetzt. Neben der Erschließung des Gebiets wurden in diesem Jahr zwei Musterhäuser gebaut, ein weiteres Mehrfamilienhaus wurde modernisiert und der Bau eines Netto-Lebensmittelmarktes wurde vorbereitet (wir berichteten) Nachdem die Gewobau zu Beginn des Jahrtausends stark expandiert hat, befindet sich die Gesellschaft derzeit in einer Konsolidierungsphase. Einige in den letzten Jahren begonnene Projekte müssen noch abgeschlossen werden. Wie die Umnutzung des früheren City-Outlets und der angrenzenden Passage Schreiner. Dort soll ebenfalls ein Netto-Markt hin. Dazu wird der Freizeitpark an der Schließ weiter entwickelt. Nach der Biergarten-Eröffnung voriges Jahr wird derzeit die ehemalige Campingplatzgaststätte zu einem bayerischen Wirtshaus umgebaut, damit ein Ganzjahresbetrieb in dem Bereich möglich wird. Fortgesetzt wird auch die Entwicklung des Fasanerie-Hotels.